Klaus Regling im Porträt
Klaus Regling (61), Chef des Rettungsfonds ESM, ist Teil eines Pakets.

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Manche Jobs sind schwer zu beschreiben. Der in öffentlichen wie privaten Finanzkreisen versierte Deutsche Klaus Regling wird demnächst den ultimativen Euro-Rettungsfonds ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) anführen. Den 500 Milliarden Euro-Schutzschirm, dessen Finanzkraft durch geheimnisvolle Hebelwirkungen noch vergrößert werden könnte, wird Regling mit lediglich ein paar Dutzend Spezialisten managen und ihn endlich als wirksames Gegengewicht gegen die internationale Spekulation zur Wirkung bringen. Das hoffen jedenfalls die Politiker der Eurozone, von der einige Mitglieder im Schuldenstrudel zu versinken drohen.
Von der Qualifikation ist Regling der rechte Mann für den Posten. Er arbeitete nicht nur in höchsten Ämtern des deutschen Finanzministeriums, des Internationalen Währungsfonds und der EU-Kommission, sondern machte zwischendurch erfolgreiche berufliche Ausflüge in die Welt der Hedgefonds. Seit zwei Jahren führt er schon den ESM-Vorgänger EFSF, unter dessen Schirm schon Irland, Portugal und Griechenland Schutz vor den Gläubigern gesucht hatten.
Obwohl Regling der logische Mann für den Job ist, zog sich seine Bestellung durch die EU-Oberen och hin, weil er als Teil eines größeren Personalpakets gilt. In der vom Italiener Mario Draghi geführten Europäischen Zentralbank EZB war ein Topposten zu besetzen, der jetzt an den Luxemburger Yves Mersch geht. Das war Voraussetzung, dass dessen Landsmann, Ministerpräsident Jean Claude Juncker, seine Kompetenz als Vorsitzender der Eurogruppe der betreffenden Finanzminister noch einige Monate weiter ausübt. Die wirklich wichtige Personalie ist jedenfalls jene Junckers, das Rennen um dessen Nachfolge wird die nächsten Monate beherrschen. Dabei wird eine Rolle spielen, dass die Franzosen derzeit keinen Euro-Topposten besetzen und dass die Deutschen 2013 vor einer Bundestagswahl stehen.
Klaus Regling wird seine Arbeit zur allgemeinen Zufriedenheit ausüben. Soferne die Euro-Politiker das ihre zur Lösung der Schuldenkrise beitragen. JOHANNES KÜBECK, BRÜSSEL
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