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Zuletzt aktualisiert: 07.05.2012 um 20:30 UhrKommentare

Valérie Trierweiler, Frankreichs Première Dame, im Porträt

Des Präsidenten große Liebe.

Foto © AP

Sie kann das. Valérie Trierweiler hat das Zeug zur Première Dame. Sie muss sich nicht erst hineintasten in das von Intrigen und Gerüchten durchwaberte Labyrinth französischer Politik. Die 47-Jährige kennt es aus dem Effeff. Sie liebt es. Politik ist für sie Passion. Wenn die feinsinnige Französin im Gewand der Première Dame einmal anecken sollte, dann allenfalls, weil sie zu viel von Politik versteht. Weil sie in den Jahren als Fernsehjournalistin mit ihrer Meinung zum Tagesgeschehen nicht hinterm Berg halten musste. Das Risiko, dass sie es an der ihrer Rolle zukommenden Diskretion fehlen lässt, ist allerdings gering. Selbstbeherrscht ist die Lebensgefährtin des neuen Staatschefs François Hollande nämlich auch.

Den von der Regenbogenpresse ausgeschriebenen Schönheitswettbewerb mit der Vorgängerin Carla Bruni muss die neue Hausherrin des Élysée-Palasts nicht fürchten. Schön, elegant, hochgewachsen ist Valérie Trierweiler auch. Während Carla Bruni anfänglich Mühe hatte, das eigene berufliche Fortkommen dem Erfolg des Partners zuliebe hintenanzustellen, hat Hollandes Lebensgefährtin dies bereits erfolgreich in Wahlkampfzeiten geübt. Hollandes Terminkalender verwalten, ihm die Krawatte zurechtrücken - das war zuletzt ihr Arbeitsalltag. "Sie ist die Frau meines Lebens", sagt Hollande.

2006 hatten Trierweiler und Hollande entdeckt, dass sie "total ineinander verliebt waren", wie die Journalistin erzählt hat. Als Interviewerin hatte sie den Spitzensozialisten damals aufgesucht. Dass der Politiker zehn Kilo abgespeckt hat, eine neue Brille trägt und beim Reden männlich-raue Töne anschlägt, ist auch Trierweilers Verdienst. Wenn etwas das Liebesglück der neuen Première Dame überschattet, dann allenfalls die Aussicht, der Ex des Partners künftig ständig über den Weg zu laufen. Ségolène Royal dürfte als Spitzensozialistin in der neuen, paritätisch besetzten Regierungsmannschaft eine wichtige Rolle spielen. Dass Trierweiler als Geliebte Hollandes das Familienglück Royals so lange störte, bis die Hintergangene den Untreuen wutentbrannt vor die Tür setzte, liegt zwar fünf Jahre zurück. Vergessen ist es nicht. AXEL VEIEL


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