Kristina Sprenger, Schauspielerin, im Portrait
Keine ermittelt länger: Kristina Sprenger (35) spielt am 6. April zum 150. Mal in "Soko Kitzbühel".

Foto © ORF / Ali SchaflerKristina Sprenger
Eigentlich ist sie schon eine alte Häsin: Während viele ihrer Kollegen erst im Alter von Mitte 30 die erste Serienhauptrolle ergattern, ist Kristina Sprenger inzwischen Österreichs längst dienende TV-Kommissarin - mit erst 35. Am 17. Juni 2001 hatte sie eine schlaflose Nacht hinter sich gebracht und war hoch nervös, als Folge eins von "Soko Kitzbühel" gedreht wurde. Am 6. April zeigte ORF eins die Jubiläumsepisode 150. Staffel elf des Dauerbrenners unter den Krimiserien mit im Schnitt 612.000 Fans startet am 8. Mai.
Dass sie ihre Rolle der Ermittlerin Karin Kofler wohl nie wieder loswerden wird, weiß die bodenständige Innsbruckerin. Und es ist ihr herzlich egal: "Tobias Moretti wird ja auch noch immer mit ,Rex' in Verbindung gebracht. Außerdem: So viele Schauspieler sind arbeitslos, da muss man für ,Soko' dankbar sein." In einer Gastrolle bei "Kommissar Rex" schnupperte die ausgebildete Schauspielerin und passionierte Bergsteigerin Ende der 90er-Jahre auch zum ersten Mal Fernsehluft. Nach einigen Theaterauftritten begann für die Schülerin von Elfriede Ott vor mittlerweile elf Jahren das Abenteuer "Soko".
Neun Monate pro Jahr steht sie dafür in Kitzbühel vor den Kameras und in Eindimensionalität ist Sprenger mit ihrer Rolle trotzdem noch nicht abgeglitten: "Die junge Polizistin ist inzwischen gereift", sagt sie. Der Vergleich macht sicher: In alten Folgen wirkt Kofler ziemlich g'schaftig, seit einigen Staffeln ist sie wesentlich gelassener, aber auch emotionaler. Dazu trug sicher auch die Geburt von Tochter Rosa im Dezember 2010 bei.
Wie lange Sprenger noch zur Waffe greifen wird, weiß sie immer erst im Juni. Traditionell plant sie in dem Sommermonat ihr nächstes Jahr. Aber solange sich Drehplan und Familienglück vereinbaren lassen, dürfte sie noch einige Staffeln Karin Kofler in Kitzbühel bleiben.
Derzeit baut sich Sprenger mit ihrem Mann, dem Wiener Manager Gerald Gerstbauer, ein Haus in Sooß (Bezirk Baden). Bei der Einrichtung gehen ihre Pläne über ein Jahr hinaus, denn "es sind zwei Kinderzimmer vorhanden". Noch soll dieser Raum aber ein Arbeitszimmer bleiben. CHRISTOPH STEINER
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