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    Zuletzt aktualisiert: 28.03.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Harald Schmidt, Entertainer, im Porträt

    Sat.1 beendet die Late Night Show mit Zyniker Harald Schmidt (54).

    Harald Schmidt

    Foto © ReutersHarald Schmidt

    Was verbindet Thomas Gottschalk und Harald Schmidt? Beide haben Sendungen in einer Art quoten-technischen Todeszone: der eine am Vorabend, der andere kurz vor Mitternacht. Was trennt die beiden seit 28. März 2012? Schmidts Late Night Show hat das unwirtliche Gebiet nicht überlebt.

    Sat.1 zog schon acht Monate nach seiner Rückkehr die Konsequenzen aus den konstant schwachen Quoten und beendet Schmidts zweite Amtszeit beim Berliner Privatsender mit 3. Mai. Damit endet eine Ära just bei jenem Arbeitgeber, bei dem sie 1995 auch begonnen hatte. Nach schrägen Köstlichkeiten wie "Schmidteinander" mit Herbert Feuerstein im WDR und seinem Flop als Moderator von "Verstehen Sie Spaß?" avancierte der 54-jährige Schwabe als gebildeter Zyniker in der "Harald Schmidt Show" zwischen 1995 und 2003 zum großen Liebling des Feuilletons und dem einer kleinen, aber treuen Fangemeinde. Massentauglich war der ausgebildete Schauspieler mit den schönsten Männerhänden Deutschlands nie. Vielen blieb sein Humor ein Rätsel, wenn er etwa mit Playmobilfiguren die Französische Revolution erklärte. Manchen ist er zu arrogant, was anhand von Zitaten wie "90 Prozent der Branche halte ich für schwachsinnig" nicht weiter verwundern mag. Qualitativ abgebaut hat Schmidt nach dem Wechsel seiner Show in die ARD (2004 - 2011). Pointenmäßig wieder voll auf der Höhe war er seit letztem Herbst wieder bei Sat.1 - allerdings ließ ihn das Publikum Nacht für Nacht im Stich. Da konnte auch Komiker Olli Dittrich nichts mehr ausrichten, der regelmäßig zu Gast war und sich umwerfend köstliche Dialoge mit Schmidt lieferte.

    Ende März 2012 quittierte er das Aus seiner Show mit einem lapidaren "Schade!" Dem Fernsehen will der fünffache Vater den Rücken kehren, einzig auf dem "Traumschiff" wird er als tollpatschiger Oskar Schifferle weiterhin an Bord gehen.

    CHRISTOPH STEINER





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