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    Zuletzt aktualisiert: 25.03.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Sergio Perez, Formel-1-Fahrer, im Porträt

    Sergio Perez (22) fuhr beim Formel-1-GP von Malaysia auf Platz zwei.

    Sergio Perez

    Foto © APASergio Perez

    Der Schweizer Teamchef Peter Sauber (68) gilt als überlegter Denker und Analytiker der Formel 1. Am Sonntag versetzte ihn und seine gesamte Mannschaft der junge Pilot Sergio Perez in einen kollektiven Freudentaumel. Der Mexikaner wurde Zweiter hinter Fernando Alonso. Die vielfach zerdrückten Tränen wurden ausgetauscht, von Teammitglied zu Teammitglied weitergereicht. Und "Checo", wie man als Sergio in Mexiko zwangsläufig genannt wird, nahm sie den ganzen weiteren Abend in Sepang mit.

    Perez' Geburtsort ist Guadalajara. Eine Millionenmetropole im Nordwesten Mexikos, die zweitgrößte Stadt des Landes mit prosperierender Industrie. Vilsbiburg ist ein 11.000-Einwohner-Ort im konservativen Bayern. Für jeden auf sich allein gestellten 15-Jährigen wäre eine Umsiedelung von A nach B ein Schock. Sergio Perez hat es getan. Weil er seine Zukunft im Motorsport nur in Europa sah (Bruder Antonio fährt in der NASCAR-Serie in den USA).

    In Mexiko war Jung-Sergio noch mitten in der Nacht aufgestanden, um mit Teams in Europa zu verhandeln. Heute gibt er manche Notlüge von angeblichen Sponsoren zu, die es freilich nie gegeben hat. Am Ende hat ihn aber Carlos Slim unter seine Fittiche genommen. Eine einträgliche Unterstützung, ist Slim doch schlicht und einfach der reichste Mann der Welt. Die erste Station war die Formel BMW (mit dem Wohnsitz Vilsbiburg), dann ging es nach England, wo Perez die britische Formel-3-Meisterschaft gewann, und weiter in die GP2-Serie (2010 Vizemeister).

    2011 saß Perez im Formel-1-Auto. Im Team von Sauber. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen, mit einem Horrorunfall in Monaco, mit Gehirnerschütterung und Rennpause. Carlos Slim, der immer mehr zum Vertrauten wurde, half, von Ferrari gab es einen Fördervertrag. Damit ist er so etwas wie ein Kaderläufer in Maranello. Und wahrscheinlicher Nachfolger von Felipe Massa. Telmex, das Slim'sche Kommunikationsunternehmen, ist heuer Sponsor bei Sauber. Die Mexiko-Connection arbeitet zielstrebig. In Malaysia fuhr Perez auf schon Platz zwei. Die erste mexikanische Podiumsplatzierung seit Pedro Rodriquez 1971 in Zandvoort.

    GERHARD HOFSTÄDTER





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