Werner Amon, ÖVP-Politiker, im Porträt
Werner Amon durchquerte schon viele Karrieretäler.

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Seit seiner Zeit als Bundesschulsprecher, vor mehr als zwei Jahrzehnten bezwang der 42-Jährige auf seiner politischen Ochsentour schon viele Gipfel, durchwanderte viele Täler. Fiel her hin, stand er stets schnell wieder auf.
Als Michael Spindelegger Fritz Neugebauer als ÖAAB-Bundesobmann ablöste, ersetze er Generalsekretär Amon durch Beatrix Karl. Diese stieg bald zur Wissenschaftsministerin auf und lief ihrem Landsmann auch den Rang als schwarzer Bildungspolitiker ab. Dann redete Karl laut über das "Gymnasium für alle" und Werner "Einheitsbrei Gesamtschule" Amon stand wieder bereit. Mit der roten Unterrichtsministerin vereinbarte er, dass Oberstufenschüler mit drei Fünfern aufsteigen sollten. Spindelegger, mittlerweile Bundesparteichef, desavouierte ihn öffentlich. Amon beutelte sich den Staub vom Sakko und ging weiter.
Das halten nur echte Parteisoldaten so lange durch. Ja, 1994 sagte der Chef der Jungen ÖVP kurz vor der Nationalratswahl die Schwarzen seien ein "wenig attraktiver Haufen". 1999 stimmte er einem Misstrauensantrag der Opposition gegen Innenminister Karl Schlögl vom Koalitionspartner SPÖ zu. Amon selbst sagte einmal: "Ich war immer schon wohlerzogen, nicht rebellisch."
EVA WEISSENBERGER
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