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    Zuletzt aktualisiert: 12.03.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Robert Fico, slowakischer Premier, im Porträt

    Robert Fico, der Herr der Gelsenplage.

    Foto © AP

    Robert Fico hat die Quadratur des politischen Kreises gefunden. Mit populistischen Tönen hatte sich der 48-jährige Chef der sozialdemokratischen "Smer"-Partei schon 2006 die Mehrheit gesichert, und als Linker ganz ungeniert mit den slowakischen Nationalisten koaliert. Im März 2012, 18 Monate nach seinem Scheitern als Regierungschef, schaffte er es, die von den Korruptionsaffären der Mitte-rechts-Regierung frustrierten Slowaken mit einer gemäßigten Politik zu faszinieren. Dabei gelingt es ihm, einerseits das wirtschaftliche Establishment und die europäischen Partner bei der Stange zu halten, und sich andererseits als Sprecher der "kleinen Leute" zu positionieren.

    Seine politische Karriere begann Fico, einst selbst KP-Mitglied, in der post-kommunistischen Partei der Links-Partei SDL, von der er sich aber 1999 trennte. Fico lehnte die Beteiligung der SDL an einer zum Sturz des damaligen links-nationalistischen Premiers Vladimir Meciar gebildeten Koalition ab. Seitdem gilt der Politiker, der sich vom damals populären "Dritten Weg" der Sozialdemokraten Tony Blair und Gerhard Schröder inspirieren ließ, als Erzfeind der slowakischen Mitte-Rechts-Parteien.

    Fico wandte sich im jüngsten Wahlkampf vor allem an die ärmeren und älteren Bürger sowie die Bevölkerung auf dem Land. Er sprach jene an, die vom slowakischen Wirtschaftsboom nicht profitierten und die sich bei Politikern ein sozialeres Gewissen wünschen. Denn trotz nach des noch immer beachtlichen Wachstums ist die Slowakei der zweit-ärmste Staat der Eurozone nach Estland.

    Fico ist verheiratet. Seine Frau Svetlana ist als Jus-Dozentin tätig. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn. Er ist außerdem ein begeisterter Amateurfußballer und läuft gern Inline-Skates

    Der Jurist gilt als begnadeter Rhetoriker, der auch komplizierte politische Sachverhalte gefällig formulieren kann. Als es im Sommer 2009 in der Slowakei eine Gelseninvasion gab, war er als Premier sofort zu Stelle, fuht in eine besonders geplagte Gegend - und verteilte eigenhändig Sprays gegen die Insekten. ERNST HEINRICH






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