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    Zuletzt aktualisiert: 27.02.2012 um 10:06 UhrKommentare

    Jeremy Lin, US-Basketballer, im Porträt

    US-Basketballer Jeremy Lin (23) - vom Niemand zum Superstar.

    Jeremy Lin

    Foto © APJeremy Lin

    Ausgebrochen ist das Virus am 4. Februar 2012 im Herzen von Manhattan. Dort wirbelte ein gewisser Jeremy Lin über das Parkett des Madison Square Garden und stellte die Basketball-Welt auf den Kopf. Erstmals im Dress der New York Knicks riss der "Nobody" als Wechselspieler die Partie an sich und trug sein Team zu einem 99:92-Erfolg über die New Jersey Nets. Das war der Anfang.

    Eine Woche später durfte der 1,91 Meter große Point-Guard zur Belohnung erstmals von Beginn an zaubern und spielte mit 38 Punkten die Los Angeles Lakers an die Wand. In dieser Tonart ging es weiter - Lin kam in den ersten fünf Spielen in der Startaufstellung auf 136 Punkte. Eine Marke, die in der nordamerikanischen Basketball-Liga (NBA) 1976 das letzte Mal geknackt wurde. Spätestens nach diesem Meilenstein schwappte das Virus über. Heute ist die gesamte USA infiziert - mit der "Linsanity, dem Wahnsinn rund um Lin.

    Wertvolles Trikot

    Plötzlich ziert der bis vor einem Monat noch völlig unbedeutende Harvard-Absolvent, der bei keinem Verein Fuß fassen konnte, die Titelseite der "Sports Illustrated", sein Trikot ist mit einem Wurf das meistverkaufte in der NBA, sein Twitter-Account hat innerhalb von zehn Tagen über 300.000 "Follower" dazugewonnen. Jeremy Lin heißt nur noch "Jeremy Win", sein kometenhafter Aufstieg ist "lincredible" und der von der Massenhysterie sichtlich irritierte 23-Jährige sagt: "Ich glaube, es ist ein Wunder."

    Ein Wunder, dass die Geschäftemacher natürlich zu nützen wissen. Längst ist die Marketing-Maschine der NBA angelaufen. Immerhin will man den asiatischen Markt erobern. Lin, seines Zeichens Sohn taiwanesischer Einwanderer, kommt da wie gelegen - Lin verkauft sich bestens.

    Auch im eigenen Land. Auf der eilig ins Leben gerufenen Internetseite (www.linsanity.com) gehen die angepriesenen T-Shirts weg wie die warmen Semmeln. Wen wundert's - die Amerikaner stehen nun einmal auf die Geschichte des Außeneiters, der aus dem Nichts zum Superstar mutiert. Lebt dank solchen Typen doch der längst beerdigte amerikanischen Traum - zumindest kurzfristig - nochmals auf.

    ALEXANDER TAGGER





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