Villacher Fasching: Thomas Obernosterer im Porträt
Thomas Obernosterer (17), Sohn des legendären Manfred "Noste" Obernosterer, tritt beim Villacher Fasching in die Fußstapfen seines Vaters.

Foto © ORF/Günther PichlkostnerThomas Obernosterer
Die familiären Bande zu leugnen wäre zwecklos. Thomas Obernosterer ist definitiv ein Sohn seines Vaters. Wie Papa Manfred "Noste" Obernosterer macht er leidenschaftlich gerne Musik, singt und steht auf der Bühne. "Weil ich sportlich unfähig bin, ist nur das als Freizeitbeschäftigung übrig geblieben", hat der 17-jährige Gymnasiast aus St. Veit/Glan eine simple Erklärung dafür. Man kann es aber auch getrost Talent nennen.
Imitationstalent
In seiner ersten Saison auf Österreichs bekanntester Narrenbühne ist Thomas Obernosterer in gleich zwei Rollen zu sehen. Mit der Gitarre rockt er zuerst eine Kärntner "G'sångsprob". Dann tritt er an der Seite seines Vaters in einem Faschingsklassiker auf: als "Thoste" im Gespräch mit dem "Noste", der seit Jahren als eigene Kunstform im viel zu kurzen Kärntner Anzug irgendwo zwischen Comedy und absurdem Theater angesiedelt ist. Der Junior steuert dazu heuer eine Parodie bei. Als Bundeskanzler Werner Faymann bringt er den Saal zum Toben. "Thomas hat die unglaubliche Gabe, fast jeden Menschen nach nur ein paar Minuten perfekt nachahmen zu können", lobt Manfred Obernosterer. Papa hin oder her: Das wiegt schwer. Denn der alte "Noste" ist bekannt dafür, die Mitwirkenden an seinen Faschingsnummern bis zur Überperfektion zu quälen. "Ich hätte mir einen Auftritt beim Villacher Fasching nie zugetraut", sagt der Sohn. "Aber der Papa hat mich überzeugt. Er ist schuld."
Nach der Matura will der junge Musiker (Klavier, Gitarre, Schlagzeug) sein Hobby zum Beruf machen. Obwohl mittlerweile bühnenerprobt, träumt Thomas Obernosterer von der zweiten Reihe: "Arrangeur, Produzent oder Komponist, das würde mir gefallen. Am liebsten gemeinsam mit meinem älteren Bruder Lukas." Hauptrollen hat er - zumindest für heuer - genug gespielt, sogar abseits der Bühne. Als stolzer Besitzer eines L17-Führerscheins "durfte" Thomas seinen Papa nach den 16 Villacher Faschingssitzungen frühmorgens immer in das mehr als 50 Kilometer entfernte St. Veit nach Hause chauffieren.
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