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    Zuletzt aktualisiert: 16.02.2012 um 11:19 UhrKommentare

    Angela Gheorghiu, Opernsängerin, im Porträt

    Die glamouröse Diva Angela Gheorghiu (46) singt am Donnerstag auf dem Opernball.

    Angela Gheorghiu (46)

    Foto © ReutersAngela Gheorghiu (46)

    Vor zwei Jahren hat hier sogar der Staatsoperndirektor gesungen, dann werd' ich's ja wohl auch können". Nonchalant unterspielt Angela Gheorghiu ihren heutigen Auftritt beim Wiener Opernball und lässt gleichzeitig eine Spitze gegen ihren Landsmann Ioan Holender von Stapel. Dieser hatte sie 1992 als Direktor der Wiener Staatsoper in deren Ensemble geholt, in dem sie sich nicht sehr wohl fühlte. Als ihr 1994 in London als Giuseppe Verdis "La Traviata" unter der Stabführung von Sir Georg Solti der große Durchbruch glückte, konnte sie dem Haus am Ring alsbald für lange Zeit den Rücken kehren und sich abseits von Wien ihrer steilen internationalen Karriere widmen. Diese erhielt, obwohl die Sopranistin schon längst als eine der führenden Vertreterinnen des italienischen und französischen Repertoires galt, einen weiteren kräftigen Schub, als sie 1996 Startenor Roberto Alagna heiratete. Fortan wurden sie höchst erfolgreich als "Traumpaar der Oper" vermarktet, branchenintern aber als "Bonnie and Clyde" bezeichnet.

    Angela Gheorghiu, die auch den Spitznamen "Draculette" bekam, hielt mit ihren skandalträchtigen Launen und kurzfristigen Absagen die Opernwelt in Atem. Dass sie in Madrid aus einer "La Traviata"-Produktion ausstieg, weil diese im SS-Milieu spielte, nahm man noch hin, dass sie bei einer Tournee der New Yorker Metropolitan Opera einen Auftritt verweigerte, weil ihr die Perücke nicht gefiel, kam weniger gut an. 2007 wurde sie von der Oper in Chicago aus einer "La Bohème"-Produktion entlassen, weil sie sechs von zehn Proben geschwänzt hatte, um bei ihrem Mann sein zu können. Umgekehrt sagte sie 2009 an der Met eine "Carmen"-Serie ab, weil sie keinesfalls mit Roberto Alagna auftreten wollte. Jetzt sind die beiden wieder ein Herz und eine Seele und Angela Gheorghiu wird heute mit der "Habanera" aus Bizets "Carmen" und "I Could Have Danced All Night" aus Frederick Loewes Musical "My fair Lady" beweisen, dass ihr der Titel einer Primadonna assoluta gebührt. Rechtfertigen wird sie ihn in der nächsten Saison an der Wiener Staatsoper als Francesco Cileas "Adriana Lecouvreur".

    ERNST NAREDI-RAINER





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