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    Zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Dave Grohl, Sänger und Gitarrist der Foo Fighters, im Porträt

    Dave Grohl gewann fünf Grammys - weil er Kurt Cobain vergaß.

    Foto © Reuters

    Heute wäre es ein seltsames Bild: Kurt Cobain, mit 45 auf den Bühnen dieser Welt, unterstützt von Dave Grohl am Schlagzeug, Weltschmerz und Wut für Teenager, gespielt von reifen Männern. Nein, die Gruppe Nirvana wurde nie erwachsen. Als Cobain starb, war Grohl Mitte 20, am Rande der Selbstzerstörung, auf seinen Schultern die Last, in der größten Band der 90er gespielt zu haben - und jetzt?

    Die Geschichte, die ihren vorläufigen Höhepunkt 2012 in Form von fünf Grammy-Awards erreicht hat, begann kurz nach dem Tod des Nirvana-Frontmanns in einem Keller. Grohl baute sein Schlagzeug ab, griff zur Gitarre und sang selbst. "Vergangenheitsbewältigung", sagt er über diese Zeit. Was als Therapie gedacht war, als Weg, Nirvana hinter sich zu lassen, wurde zur Geburtsstunde der Foo Fighters.

    Die Band ist eigentlich ein Kollektiv von Angestellten. Grohl schreibt die Songs, er ist der Star. Die Foo Fighters wechselten ihre Besetzung häufig - nicht jeder gestandene Rocker konnte sein Ego hinter dem Grohls einreihen.

    Eingängige Riffs, einfache Refrains und krachende Gitarren zeichnen die Band aus. Der Punk aus der Frühphase wich über die Jahre radiotauglichem Powerpop gewichen, der Stadien füllt und Hit-Singles abwirft. Und trotzdem: Der hyperaktive, chronisch gut gelaunte Dave Grohl gilt als einer der respektiertesten Musiker der gesamten Szene.

    Kritiker lieben jedoch bis heute nicht den Grohl an der Gitarre, sie verehren vielmehr den Dave an den Drums: Mit den "Queens of the Stone Age" und "Them Crooked Vultures" trommelt er virtuos bei gleich zwei Nebenprojekten, die sogar das Ende für Foo Fighters erahnen ließen.

    Die Band legte 2088 eine Pause ein, von heftigen internen Streitereien wurde berichtet. Dave Grohl setzte all den Gerüchten im Herbst 2010 ein Ende, wie er es immer macht, wenn er die Vergangenheit vergessen will: Er lud seine Mit-Fighter in seinen Keller ein. Heraus kam ein halbes Jahr später "Wasting Light", das Album, das ihnen fünf Grammys einbrachte, Nirvana gewannen nur einmal. Die Foo Fighters sind jetzt erwachsen. SEBASTIAN KRAUSE






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