Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 18. September 2014 19:49 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Alex Salmond, Freiheitskämpfer, im Porträt Tom Cruise, Schauspieler, im Porträt Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Porträts Nächster Artikel Alex Salmond, Freiheitskämpfer, im Porträt Tom Cruise, Schauspieler, im Porträt
    Zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 um 09:12 UhrKommentare

    Roger Moore, Schauspieler, im Porträt

    Sir Roger Moore ist der älteste, eleganteste und auch der witzigste James-Bond-Darsteller.

    Sir Roger Moore

    Foto © Sir Roger Moore

    Nein, Sean Connery war weder der längstdienende Bond noch derjenige, der ihn am öftesten gespielt hat. Das ist nämlich Roger Moore, der die Rolle von 1973 bis 1985 innehatte; in insgesamt sieben Filmen. (Connerys 007-Comeback "Sag niemals nie" aus dem Jahr 1983 wird von Puristen nicht als echter Bond anerkannt.)

    Dass er es dennoch nicht zum berühmtesten Bond gebracht hat, dürfte Moore verwunden haben. Immerhin war der älteste Bond (bei "Im Angesicht des Todes" war er 57 Jahre alt), der eleganteste und ziemlich sicher auch der witzigste Darsteller des legendären Agenten. Seine stärkste Waffe war nie die Walther PPK - Moore leidet an Hoplophobie (Angst vor Schusswaffen). Stattdessen: Selbstironie.

    Streng genommen, sagte er einmal, sei Bond eine lächerliche Figur: "Der Mann ist ein Spion, aber jeder Barmann auf der ganzen Welt weiß, dass er seine Martinis geschüttelt, nicht gerührt trinkt. Ein Spion, den jeder kennt? Hanebüchen. Also muss auch der Humor übertreiben, und so habe ich die Rolle auf Lacher angelegt." In Moores Interpretation sei Bond vom Superagenten zum lebensgefährlichen Komiker mutiert, schrieb ein Kritiker.

    Dem Rollenbild blieb der Sohn eines Polizisten den größten Teil seiner Karriere über treu: Fernsehrollen wie "Simon Templar" oder "Merkwürden" Lord Brett Sinclair (in "Die Zwei" mit Tony Curtis ) variierten den Typ ebenso wie Parts in "Die Wildgänse kommen", "Sprengkommando Atlantik" oder "Auf dem Highway ist die Hölle los". Oft wurde angemerkt, dass Moore mit dieser Festlegung unter seinen schauspielerischen Möglichkeiten geblieben ist. Dass ihm seine ausgeprägte Selbstironie wohl das beste Rüstzeug liefert, um einen Abend in Richard Lugners Opernball-Loge zu überstehen, steht auf einem anderen Blatt.

    Vom Filmgeschäft hat sich Moore vor Jahren zurückgezogen. Für sein langjähriges Engagement als UNICEF-Botschafter erhob ihn die Queen 2003 in den Adelsstand. Mit seiner vierten Frau Kristina Tholstrup lebt Sir Roger - bondwürdig - in Crans-Montana in der Schweiz und in Monaco.

    UTE BAUMHACKL





    Seitenübersicht

    Zum Seitenanfang
    Bitte Javascript aktivieren!