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    Zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Genialer Misanthrop: Hugh Laurie im Porträt

    Hugh Laurie (52) wurde als "Dr. House" einer breiten Masse bekannt, doch lange vor der Arzt-Serie feierte auf der Bühne und im TV große Erfolge.

    Foto © APA

    Seine größten Erfolge fährt Hugh Laurie nicht auf der Bühne ein, nicht beim Film oder beim TV, sondern auf Flughäfen. Dort sind die Leute, die Dr. House, den bekanntesten Fernsehmediziner der Welt, ansprechen, stets fassungslos, wenn er in feinstem British English reagiert - im Original der Serie ist Gregory House ein Ami mit ausgeprägtem Slang. Übungssache, sagt der in Oxford geborene Laurie, wenn auch "wie linkshändig Tennis spielen. Oder wie: Alle anderen benutzen einen Schläger, ich einen Lachs." Doch Laurie hörte trotz kolportierten 700.000 Dollar Gage pro Folge auf. Die achte "House"-Staffel um den so misanthropischen wie genialen Diagnostiker wird die letzte sein. Vielleicht hatte der Schauspieler ja keine Lust mehr auf Flughäfen. Jahrelang pendelte er zwischen London und Los Angeles, weil seine Frau und die drei Kinder lieber in England bleiben wollten.

    Lebensfreund Stephen Fry

    Dort war Laurie schon vor dem "House"-Start 2004 ein Star; in Comedy-Serien wie "Blackadder" mit Rowan Atkinson oder als liebenswerter Upper-Class-Trottel in der P. G. Wodehouse-Adaption "Jeeves and Wooster" mit Lebensfreund Stephen Fry. Man kennt sich aus Studententagen in Cambridge, Emma Thompson, damals Lauries Freundin, stellte die beiden vor. Als Comedy-Duo reüssierten Fry & Laurie in etlichen BBC-Projekten. Daneben gestaltete Laurie eindrückliche ("Sinn und Sinnlichkeit") und weniger eindrückliche Kino-Nebenrollen (im Spice Girls-Film "Spiceworld").

    Neben der laut "Guinness-Buch der Rekorde" meistgesehenen TV-Serie der Welt vertreibt sich der von der Queen zum Officer of the Order of the British Empire (OBE) geehrte Mime die Zeit mit Bücherschreiben und Musikmachen. Dem erfolgeichen Romanerstling "Bockmist" soll bald "The Paper Soldier" folgen. 2011 debütierte er mit dem hübsch räudigen Bluesalbum "Let Them Talk". Und natürlich dreht er Filme, jüngst die Beziehungstragikomödie "The Oranges" und das Drama "Mister Pip" in Neuseeland und Papua Neuguinea. Sieht aus, als bekämen die Flughäfen der Welt (und ihre Benutzer) Hugh Laurie auch nach "House" noch öfter zu Gesicht.

    UTE BAUMHACKL





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