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    Zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Janez Jansa, Sloweniens Regierungschef, im Porträt

    Der Slowene Janez Jansa (53) kehrt als Wahlverlierer an die Regierungsspitze zuück.

    Foto © AP

    Seine Rückkehr als slowenischer Regierungschef hat sich Janez Jansa anders vorgestellt. Noch vor einem halben Jahr hatte der bisherige konservative Oppositionsführer von einer absoluten Mehrheit bei der Parlamentswahl geträumt. Doch praktisch auf der Zielgerade zog der linksgerichtete Polit-Neuling Zoran Jankovic noch vorbei.

    Angst vor der "Orbanisierung"

    Anders als 2008 gestand er jedoch umgehend seine Niederlage ein, machte sich dennoch hinter den Kulissen gleich daran, die Koalitionsgespräche des Wahlsiegers zu torpedieren. Dennoch zeigt sich schon anhand der großzügigen Ministerpostenverteilung an seine Koalitionspartner keine Spur von der "Orbanisierung" Sloweniens, die man vor dem Hintergrund seiner umstrittenen ersten Regierungszeit von 2004 bis 2008 befürchtet hatte. Damals ließ er Staatsapparat und staatsnahe Unternehmen generalstabsmäßig umfärben und übte Druck auf Journalisten aus.

    Ins Rampenlicht geriet der passionierte Bergsteiger 1988 als Mitarbeiter des reformkommunistischen Magazins "Mladina". Weil er angeblich geheime Dokumente der jugoslawischen Volksarmee veröffentlichte, wurde er vor ein Militärgericht gestellt und eingekerkert. Die Massenproteste für Jansas Freilassung galten als eigentlicher Beginn der slowenischen Demokratie- und Unabhängigkeitsbewegung.

    1990 wurde er Verteidigungsminister und organisierte den Widerstand gegen die Jugoslawische Armee im Krieg 1991. Doch schon drei Jahre später entließ ihn Premier Janez Drnovsek nach einer Prügelaffäre. Von da an profilierte sich Jansa mit Fundamentalopposition. Den Sprung an die Regierungsspitze schaffte er bei der Wahl 2004, nachdem er unter Einfluss von US-Imageberatern seine Rhetorik gemäßigt hatte.

    Während er sich europapolitisch durch Euro-Einführung 2007 und EU-Ratsvorsitz 2008 profilierte, stieß er vielen daheim mit seinem konfrontativen Führungsstil vor den Kopf. Als politischer Sargnagel galt seine Verwicklung in eine Korruptionsaffäre, die vor der Wahl 2008 bekannt wurde. Er soll vom finnischen Rüstungskonzern Paria geschmiert worden sein, damit dieser einen Armeeauftrag erhält.

    STEFAN VOSPERNIK, LAIBACH





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