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    Zuletzt aktualisiert: 05.12.2011 um 20:30 UhrKommentare

    Zoran Jankovic, Sloweniens Premier, im Porträt

    Die Familiengeschichte des drahtigen, energiegeladenen Zoran Jankovic ist nicht untypisch für das ehemalige Jugoslawien.

    Foto © Reuters

    Geboren wurde Jankovic im Jänner 1953 in einem serbischen Dorf in der Nähe der Stadt Smederevo. Die Mutter war Slowenin, der Vater Serbe; in früher Kindheit übersiedelte die Familie nach Laibach, wo Jankovic, die Wirtschaftsfakultät der Universität abschloss. Seine große Karriere begann 1997 als er Generaldirektor von Mercator wurde, den er zum größten Unternehmen in Slowenien und zur wichtigen regionalen Kette in Ex-Jugoslawien aufbaute. 2005 unter Ministerpräsident Janez Jansa abgelöst, führt Jankovic seinen Abgang auf eine Intrige Jansas zurück, was dieser wiederholt dementiert hat. Doch das "Märtyrer-Image" und der Ruf eines erfolgreichen Managers führten im Oktober 2006 zum nächsten Karrieresprung. Mit mehr als 60 Prozent wählten ihn die Laibacher zum Bürgermeister und bestätigten ihn mit noch größerer Zustimmung 2010 im Amt.

    Nur zwei Monaten vor der Wahl im Dezember 2011 gründete Jankovic die Bewegung "Positives Slowenien", die er als "sozialdemokratisch" definiert. Sozialverträglich will er Gesundheits- Pensions- und Arbeitsmarktreform gestalten. Privatisierungen lehnt er ab. In den Medien ist Jankovic in auch als slowenischer Berlusconi bezeichnet worden. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, doch seine zwei Söhne sollen sich mit Grundstücken, die von der Laibacher Stadtverwaltung umgewidmet wurden, bereichert und ihr Geld in Steueroasen verschoben haben. Doch diese Dinge konnten Jankovic ebenso wenig anhaben wie seine fehlende internationale Erfahrung.

    Der leutselige, kommunikative Jankovic präsentierte sich im Wahlkampf als Anti-Politiker, Anti-Jansa und erfolgreicher Manager. Die Sanierung Sloweniens als größte Manager-Aufgabe steht Zoran Jankovic erst noch bevor.

    CHRISTIAN WEHRSCHÜTZ






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