Peter Rapp, Entertainer, im Porträt
Der ORf schickt Peter Rapp (67)als Moderator der Spendenaktion "Licht ins Dunkel" in Pension.

Foto © APAPeter Rapp
Er bemühe sich, sagt er nun, "etwas Ruhe einkehren zu lassen, was das Thema ,Licht ins Dunkel' betrifft. Ich will, dass wieder die Aktion und die Menschen, um die es geht, im Vordergrund stehen und nicht die personelle Besetzung der Sendung."
Eine Kehrtwendung. Seit unlängst bekannt wurde, dass der ORF Peter Rapp als Moderator der Spendenaktion "Licht ins Dunkel" in Pension schickt, hat er selbst das Feuerchen öffentlicher Aufwallung geschickt genährt, mit etlichen ärgerlichen Interviews und Facebook-Postings. 4253 Personen gefällt das - so der Zwischenstand gestern Abend. Kein Wunder: Rapp ist im ORF-Fernsehen seit 48 Jahren präsent, allein "Licht ins Dunkel" moderierte er ein gutes Vierteljahrhundert lang. So einer gehört - und das ist als Kompliment zu verstehen - für viele zum Inventar der heimischen TV-Unterhaltung. Auch wenn er seit 2002 gerade noch 23 Minuten "Brieflos-Show" pro Woche moderieren darf. Rapp, das brave Schlachtross, zeigt sich dort einmal mehr als klassischer TV-Entertainer: reaktionsschnell und goschert; einer, der sich seine Bildung ganz uneitel nicht anmerken lassen muss und der sich für nichts zu schade ist - so adelt man auch das schlichteste Format. Motto: "Licht im Dünkel". Vielleicht wird er vom ORF ja auch deswegen an sich pfleglich behandelt: Da gibt's zwischendurch Gastauftritte in Serien wie "Schnell ermittelt" oder - etwa wenn gerade eine Autobiografie vorzustellen ist - eine Einladung in "Willkommen Österreich".
"Mein Versuch, niemals aufzugeben" heißt das Buch übrigens, es beschreibt nicht nur fast 50 Jahre Fernsehgeschichte, sondern auch Rapps diverse Ehedramen, seinen spektakulären Privatkonkurs und seine Spielsucht.
Die ist mittlerweile wohl überwunden; auch wenn es Spaß gemacht haben dürfte, mit der eigenen Beliebtheit ein wenig in der ORF-Chefetage zu zündeln. Als sich aber auf Facebook die Postings mehrten, in denen Rapp-Fans ankündigten, für "Licht ins Dunkel" heuer nicht spenden zu wollen, lenkte er ein. Vielleicht ist ihm ja rechtzeitig eine gewisse Verdünkelungsgefahr bewusst geworden. UTE BAUMHACKL
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