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Zuletzt aktualisiert: 03.10.2011 um 11:22 UhrKommentare

Pratibha Patil, Indiens erste Präsidentin, im Porträt

Für Indiens erste Präsidentin Pratibha Patil kam 1985 der Ruf nach oben.

Foto © APA

Pratibha Patil, Staatsoberhaupt einer parlamentarischen Republik mit mehr als 1,2 Milliarden Menschen, ist an Strapazen gewöhnt. Und an viel Öffentlichkeit: Während ihres Studiums der Rechtswissenschaft in Mumbai kürte man sie zur "College Queen". Aber an der Demokratie lag ihr mehr. Bereits 1962 begann sie in ihrem Heimat-Bundesstaat Maharashtra als Abgeordnete zum Parlament mitzumischen. Für die Kongresspartei war sie unter anderem als Erziehungsministerin tätig, auch als Beauftragte für Soziales, Tourismus, für Frauenfragen.

1985 kam der Ruf nach oben, Patil begann ihre Karriere im Rajya Sabha (auf Bundesebene). Nach 19 Monaten einer Notstandsregierung spaltete sich dann die Kongresspartei 1977 nach der Niederlage Indira Gandhis. Viele ihrer Weggefährten wechselten damals die Fraktion, Pratibha blieb bei Indira. Eine Loyalität, die ihr spätestens im Juli 2007 nicht zum Schaden gereichen sollte: Patil, die zuvor schon den Aufstieg zur Gouverneurin des Bundesstaates Rajasthan geschafft hatte, errang damals einen Erdrutschsieg, von dem Kritiker meinen, sie habe ihn nicht zuletzt ihrer Nähe zur Gandhi-Familie zu verdanken: Bei der Wahl des Staatsoberhauptes errang Patil, die für die regierende Kongresspartei kandidierte, fast doppelt so viele Stimmen wie ihr Kontrahent, Vizepräsident Bhairon Singh Shekhawat. Am 25. Juli 2007 wurde sie als erste Frau in diesem Amt als indisches Staatsoberhaupt vereidigt. Kritiker bezweifelten damals, dass sie dem auch gewachsen sei. Aber bislang sitzt die Oberbefehlshaberin des indischen Militärs fest im Sattel - als Hüterin der Verfassung. Und als Repräsentantin. In In- und Ausland.

ELISABETH PEUTZ

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