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Zuletzt aktualisiert: 29.08.2011 um 20:30 UhrKommentare

Katy Perry, Sängerin, im Porträt

Der große Durchbruch gelang der Kalifornierin mit dem Welthit "I Kissed A Girl".

Foto © Reuters

Drei Preise aus neun Nominierungen sind nicht allzu viel. Dennoch war Katy Perry die große Gewinnerin der "MTV Video Music Awards 2011", wurde doch der Clip ihres Songs "Firework" zum "Video Of The Year", dem wichtigsten Preis der Veranstaltung, gekürt.

Zum schillernden Superstar mutierte die Sängerin 2008 mit ihrem heiß diskutierten Welthit "I Kissed A Girl", der in konservativen Kreisen der USA für Entsetzen sorgte. Bereits ein Jahr davor setzte sie mit der Single "Ur So Gay" eine umstrittene Duftmarke. Das passte so gar nicht zur lieblichen Pastorentochter, die als Kind im örtlichen Gospelchor mitgesungen hatte. Hinzu kam, dass die Kalifornierin als Katheryn Elizabeth Hudson geboren und somit mit der Schauspielerin Kate Hudson verwechselt wurde. Nach kurzer Zeit nahm sie den Geburtsnamen ihrer Mutter an, um Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Inspiriert wurde ihre beispiellose Mainstream-Karriere von Queen-Sänger Freddie Mercury: "Als ich zum ersten Mal seine Stimme hörte, war es, als ob sich der Himmel öffnet."

Das zweite Album, "One Of The Boys" (2008), brachte Perry schließlich den großen Durchbruch und einen Fixplatz auf den Zimmerwänden von kreischenden Mädchen und spätpubertären Buben. "Hot 'n Cold" oder eben "I Kissed A Girl" sprachen aus Teenager-Seelen und machten den kantenlosen Bubblegum-Pop à la Backstreet Boys für die Generation 2.0 salonfähig. Ihre schrillen Outfits und bunten Haare werden von besorgten Eltern gefürchtet, bei ihren Konzerten versprüht sie auch mal Erdbeerduft in den Arenen. Sämtliche fünf Single-Auskoppelungen des Albums "Teenage Dream" (2010) erreichten Platz eins in den US-Charts, was zuvor nur Michael Jackson gelungen war. Die Hochzeit mit dem Schauspieler Russell Brand machte das Jahr perfekt für sie.

Insgesamt wurde Perry von 2008 bis 2011 für 187 Awards nominiert, 60 davon hat sie gewonnen. Wäre zur fast gleichen Zeit nicht eine gewisse Lady Gaga auf den Bühnen der Welt erschienen, würde Perry ganz alleine vom Pop-Firmament strahlen. ROBERT FRÖWEIN






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