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Zuletzt aktualisiert: 25.08.2011 um 20:30 UhrKommentare

Tim Cook, Apple-Chef, im Porträt

Tim Cook (50) tritt das schwierige Erbe von Steve Jobs als Apple-Chef an.

Foto © APA

Man möchte meinen, als Nachfolger von Steve Jobs, des Rockstars der Technikwelt, müsse man Ausstrahlung, visionäre Kraft und spektakuläre Auftritte vorweisen können. Timothy D. Cook bietet gar nichts dergleichen und dennoch steht er seit dem 25. August 2011 an der Spitze von Apple. Dafür teilt der nun mächtigste Technologiemanager der Welt anderes mit dem Apple-Gründer: Cook gilt als Arbeitstier, der sich genauso oft wie Jobs häufig von seiner Intuition leiten lässt. Er gilt als exzentrisch, schwierig im Umgang und greift nicht selten mit eiserner Hand durch.

Der öffentlichkeitsscheue Südstaatler leitete das zwischenzeitlich größte Unternehmen der Welt bereits zweimal während Jobs' krankheitsbedingter Zwangspausen als Interims-CEO. Und wieder eine Parallele: Auch nach Jobs' Rückkehr zu Apple 1996 war dieser zunächst nur als Zwischenlösung Chef und wurde erst nach einiger Zeit im Provisorium fix bestellt.

Als eine der ersten Taten als Interims-Chef holte Jobs Cook 1998 zu Apple. Er selbst bezeichnete die Anstellung Cooks als seine beste Jobbesetzung überhaupt. Cook zeichnete dafür verantwortlich, den maroden Computerhersteller auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen. Er schloss Produktionswerke in den USA und setzte voll auf Auftragsfertigung in China. 2009, als sich Jobs einer Lebertransplantation unterziehen musste, manövrierte Cook den Technologiekonzern mit Bravour durch die Wirtschaftskrise. Während der Rest der US-Wirtschaft dahin darbte, schrieb Apple selbst in dieser Zeit Rekordgewinne. Die Zeitschrift Fortune würdigte ihn nicht nur deshalb als "das Genie hinter Steve".

Der Sohn eines Werftarbeiters und einer Hausfrau gilt als Fitness-Enthusiast, der gerne wandert, Rad fährt und viel Zeit im Fitness-Center verbringt. Cook ist Frühaufsteher, beginnt schon um 04:30 Uhr mit ersten E-Mails und hält auch am Sonntag Telefonkonferenzen mit Mitarbeitern ab, um sich auf die Woche vorzubereiten.

Offen steht 50-Jährige zu seiner sexuellen Neigung: Das US-Magazin Out kürte ihn im Jänner zum mächtigsten Homosexuellen der Welt. GEORG HOLZER






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