Neuseelands Osterhasen haben's schwer
Kaninchen in Neuseeland gelten als unliebsame Plagegeister und werden deshalb - extra zum Osterfest - gejagt.

Foto © APLauf, Hase, lauf!
Um Neuseeland sollte der Osterhase
tunlichst einen großen Bogen machen. Die zur Gattung der Hasen gehörenden Kaninchen gelten dort als Plage, weil sie den Bauern das Gras für Schafe und Rinderherden wegfressen. Extra zum Osterfest
organisiert die Gemeinde Alexandra auf der Südinsel seit 15 Jahren
eigens eine Jagd auf die Langohren. "Das ist ein Spaß für die Jäger
und ein wertvoller Dienst für unsere Bauern", sagte Organisator Dave
Ramsay der dpa.
Fakten
Kaninchen waren von den britischen Siedlern nach Neuseeland gebracht worden, die sich mit der Jagd die Zeit vertreiben und dabei Heimatgefühle entwickeln wollten. "
24 Stunden Abschuss. Von Karfreitag an dürfen fast 400 Schützen 24 Stunden lang auf jedes Kaninchen schießen, das ihnen vor die Flinte hoppelt. Sie sind in Teams von jeweils zwölf Mann in einem Umkreis von 100 Kilometern unterwegs. Bei der Osterjagd im vergangenen Jahr waren 21.000 Tiere getötet worden. Ramsay erwartet eine ähnliche Ausbeute in diesem Jahr. "Die Kaninchen sehen zwar niedlich aus, aber uns sind sie tot lieber", sagte ein Bauer.











