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Zuletzt aktualisiert: 21.04.2011 um 03:14 UhrKommentare

In diesen Eiern ist das Glück mit dabei

Der Biohof Gollmann in St. Margarethen setzt seit Jahren auf die Produktion von Bio-Eiern. Bis zu 2800 Stück produzieren die Hühner täglich. Das Federvieh hat eine große Auslauffläche.

Gollmann mit Sohn Elias setzen seit Jahren auf Legehennen

Foto © MonsbergerGollmann mit Sohn Elias setzen seit Jahren auf Legehennen

Am Biohof der Familie Gollmann in St. Margareth bei Wolfsberg wird man bereits bei der Ankunft freundlich begrüßt. Nicht nur vom 17 Jahre alten Haushund "Blacky", sondern auch vom friedlichen "Gegacker" der rund 3000 Hühner. Seit acht Jahren betreibt die Familie den Hof, den sie 2003 neu gebaut hat.

Hochs-Ei-son

"Wir wollten damals auf jeden Fall etwas im biologischen Bereich machen, und da es Bedarf für Bio-Eier gab, setzten wir auf Legehennen", erzählt Christoph Gollmann. Auf über drei Hektar Freifläche können sich die Hühner bewegen.

Die laufende Osterwoche ist klarerweise die stärkste Woche des Jahres. Schließlich gilt es, Großabnehmer zu beliefern, damit es die Eier rechtzeitig in die Supermärkte schaffen. "Bei Legespitze legen die Hühner derzeit etwa 2800 Eier pro Tag", sagt Gollmann, der seine Hühner aber keinen zusätzlichen Stress aussetzt.

Wie erkennt man beim Kauf ein Bio-Ei? Gollmann: "Man muss auf die Kennnummer achten. Wenn die erste Zahl eine Null ist, handelt es sich um ein Ei aus Bio-Freilandhaltung. Im Gegensatz zur normalen Freilandhaltung darf bei Bio-Eiern weder das Futter noch die Henne selbst mit Medikamenten behandelt sein."

Hühner mögen keine Sonne

Die Federtiere am Biohof Gollmann nutzen die Wiese zum Scharren, Picken, Graszupfen und Herumspazieren - am liebsten bei bewölktem Wetter oder frühmorgens und abends. Gollmann erklärt: "Die direkte Sonne mögen die Hühner weniger. Sie bevorzugen schattige Plätze oder gehen in den Stall. Die Hühner verstecken sich auch im Stall oder suchen anderweitig Unterschlupf, wenn ein Flugzeug am Himmel erscheint, weil die Tiere glauben, es sei ein Raubvogel."

Kaufen kann man die Bio-Eier vom Biohof bei "Demeter Kulturkost" in Wolfsberg und ab Hof tagsüber von Montag bis Samstag. Zu Ostern erhält man hier auch Eier, die mit Naturfarben gefärbt sind. Gollmann: "Viele Leute wollen weiße Eier, aber da diese nur eine eigene Rasse legt, funktioniert das eben nicht."

SABINE MONSBERGER

Alles rund ums Huhn

Ursprung. Das Haushuhn (Gallus gallus domesticus) ist eine Zuchtform des Banikvahuhns aus Südostasien. Die weiblichen Tiere heißen Huhn oder Henne, die Jungtiere nennt man Küken.

Verbrauch. Laut AMA verzehrten die Österreicher im Vorjahr im Schnitt 240 Eier pro Kopf, Tendenz steigend. 50 Millionen Eier werden jährlich von Betrieben gefärbt.

Biohof Gollmann. Am St. Margarethener Biohof leben gut 3000 Hühner. Auf einer rund drei Hektar großen Freifläche können sich die Legehennen frei bewegen. Kaufen kann man die Bio-Eier bei "Demeter Kulturkost" in Wolfsberg und ab Hof tagsüber von Montag bis Samstag.

Ostern. Zur Osterzeit bekommt man hier auch Eier, die mit Naturfarben gefärbt sind. Tipp für besseres Färbeergebnis bei braunen Eiern: Naturfarben, Lebensmittelfarben oder Zwiebelschalen verwenden.

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