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Zuletzt aktualisiert: 23.02.2007 um 15:11 Uhr

Drei Jahre lang auf der Banken-Warnliste

Mit dem Schuldenmachen ist nicht zu spaßen. Wer einmal seine Bonität verliert, muss jahrelang warten, bis er wieder ein Konto eröffnen kann.

Wenn der Bankomat einmal kein Geld mehr herausrückt, dann wird's haarig

Foto © APAWenn der Bankomat einmal kein Geld mehr herausrückt, dann wird's haarig

Insgesamt hat unser Leser nicht extrem hohe Schulden gemacht. Sein Konto ist derzeit knapp 1400 Euro überzogen. Nun wollte er die Bank wechseln, weil er bei der neuen einen höheren Kontorahmen hätte bekommen sollen und erlebte dabei eine unangenehme Überraschung. Sein Antrag wurde abgelehnt. Die Begründung: Wegen einer "Bankensperre" sei das derzeit nicht möglich. Der Schuldner fand die Behandlung äußerst ungerecht. Vor allem, weil er in den letzten Monaten die vereinbarten Raten immer pünktlich bezahlt hatte.

Bankensperre. Besonders empörte den Mann aber eine Rücksprache mit seiner Hausbank, bei der ihm mitgeteilt wurde: "Auch wenn ich mein Konto jetzt sofort abdecke, würde die Sperre weitere drei Jahre lang aufrecht bleiben." Wir befragten die Bank und erfuhren: Seit Mitte 2005 sei das Konto unseres Lesers immer im Minus gewesen. Weil eine Ratenzahlung nicht eingehalten worden war, sei im Oktober 2006 Klage eingebracht worden. Unter der Bedingung eines rechtskräftigen Zahlungsbefehls wurde dann eine neue Ratenvereinbarung getroffen, die der Kunde bisher ordnungsgemäß eingehalten hat.

Meldung an Kreditschutzverband. Die "Bankensperre" wurde ebenfalls bestätigt, auch wenn sie offiziell "Warnliste" genannt wird: "Nach Abdeckung des Saldos wird der Kreditschutzverband verständigt und ein Vermerk über die Rückzahlung in die Warnliste gesetzt. Danach kommt es bei vollständiger Abdeckung nach drei Jahren zu einer automatischen Löschung des gesamten Eintrags. Eine vorzeitige Löschung ist nicht möglich." Die Bank betont, dass dieser gesamte Ablauf von der Datenschutzkommission genehmigt sei und es einem anderen Institut ja frei stünde, unserem Leser Konto und Kredit zu gewähren.


Spartipps der AK

  • Der Budgetrechner der AK im Internet (www.arbeiterkammer.at) zeigt, wie man Ausgaben spart.
  • Ein ständiges Minus am Girokonto ist teuer. Die Kunden zahlen Zinsen von 6,5 bis 13,25 Prozent. Diese können verhandelt werden.
  • Wer sein Konto über den vereinbarten Kontorahmen hinaus überzieht, muss mit zusätzlichen Strafzinsen von 5 Prozent rechnen.
  • Unbedingt einen Kontorahmen aushandeln und diesen einhalten!
  • Bei Privatkrediten lauert Fixzinsenfalle, wenn der variable Zinssatz nach Auslaufen der Fixzinsperiode in die Höhe schnellt. Aufschlag beim variablen Zins verhandeln!

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