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    Zuletzt aktualisiert: 19.02.2007 um 13:34 Uhr

    Weniger Geld nach der Babypause

    Gravierende Nachteile erwarten Frauen, wenn sie nach der Kinderbetreuung wieder in den Beruf zurückkehren. Das ergab eine Studie im Auftrag der AK.

    Kinderbetreuung und Beruf

    Foto © APAKinderbetreuung und Beruf

    Unsere Leserin war Filialleiterin eines Geschäfts in der Grazer Innenstadt. Als sie nach zwei Jahren Babypause wieder in ihren Job einsteigen wollte, war ihr Platz besetzt. Der einzige Ausweg: Um in der selben Position fürs gleiche Geld zu arbeiten, hätte die junge Mutter nach Klagenfurt auspendeln müssen.

    Dienstvertrag. Auch die um Hilfe gebetenen Experten der Arbeiterkammer mussten leider abwinken: Die Frau hatte in ihrem Dienstvertrag unterschrieben, dass sie damit einverstanden wäre, an einem beliebigen Firmenstandort in ganz Österreich eingesetzt zu werden. Ihre Bedenken damals wurden mit der Begründung "vielleicht einmal als Vertretung, für zwei, drei Wochen" zerstreut. Das sei nur eine formale Bestimmung, die nicht zur Anwendung komme, hat es geheißen.

    Studie. Dass das Schicksal unserer Leserin kein Einzelfall ist, beweist nun eine aktuelle Studie der L&R Sozialforschung im Auftrag der Arbeiterkammer. Demnach müssen Frauen mit gravierenden Nachteilen nach einer Berufsunterbrechung wegen Kinderbetreuung rechnen.

    Gehaltsverlust. Einkommen und Position der Frauen verschlechtern sich. Die jungen Mütter verdienen nach der Babypause um rund ein Viertel weniger. Lag das durchschnittliche Einkommen vorher bei rund 1200 Euro brutto, sank der Verdienst sechs Monate nach dem Ende des Kinderbetreungsgeldes auf 880 Euro. Laut Studienautoren ist dieser Gehaltsverlust aber nicht nur auf eine verringerte Arbeitszeit zurückzuführen. Auch die berufliche Position hat sich bei vielen verschlechtert. War vor dem Kind jede vierte der Frauen in einer hoch qualifizierten Position tätig, war es nach dem Wiedereinstieg nur noch jede fünfte.

    Männer in Karenz. Auf einen auffallenden Unterschied zwischen den Geschlechtern weist Ingrid Moritz von der Abteilung Frauen und Familie der AK Wien hin: "Während die Berufsunterbrechung für Frauen Einkommensverluste und eine Verschlechterung der Position bedeutet, können Männer, die Betreuungsaufgaben übernehmen, diese halten."

    Besserstellung. Die Männer verdienten nach dem Wiedereinstieg im Durchschnitt 1540 Euro, das war ein Plus von 2,7 Prozent. "Die bessere Einkommenssituation dürfte auf die wesentlich bessere Arbeitsmarktintegration während des Bezugs des Kinderbetreuungsgeldes zurückzuführen sein", so die Studienautoren. 43 Prozent der Männer hatten während der Babypause eine dauerhafte Beschäftigung, aber nur 27 Prozent der Frauen. 44 Prozent der Väter kehren übrigens zum alten Arbeitgeber zurück, aber nur 29 Prozent der Frauen.


    Kontakt halten

    Die Arbeiterkammer rät, spätestens vier Monate vor dem Wiedereinstieg Kontakt mit dem Arbeitgeber aufzunehmen.

    Während der Babypause kann eine geringfügige Beschäftigung vereinbart werden.

    Der Verdienst darf 333,16 Euro brutto im Monat betragen.

    Beihilfen helfen beim Einstieg.

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