Haus und Hof vor dem Untergang gerettet
Die Hilfe des Ombudsmann-Teams war für Leser viele Tausend Euro wert. Und immer öfter mussten wir 2010 Alarm schlagen, um Online-Gaunern das Handwerk zu legen.

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Nicht immer sind unsere Leser in einer solch extremen Notlage und nicht immer kann die Ombudsmann-Redaktion so effektiv helfen, wie in jenem Fall, über den wir im November berichtet haben: Dabei drohte eine Familie Haus und Hof zu verlieren, weil der Mann vor 19 Jahren für einen Bekannten gebürgt hatte.
Unser Leser unterschrieb leichtsinnigerweise eine Garantieerklärung gegenüber einer Bank in der Höhe von rund 11.000 Euro. Der falsche Freund zahlte aber nicht und jetzt wurde der Bürge zur Kasse gebeten. Auf 41.000 Euro war die Schuld samt Gebühren und Zinsen angewachsen. Das hätte die Familie, die inzwischen selbst einen Häuselbauerkredit laufen hatte, in den finanziellen Ruin gestürzt. Wir erreichten bei der Bank Austria einen Nachlass von 26.000 Euro; der Rest konnte durch eine Umschuldung finanziert werden.
Auch in einem andern konkreten Fall konnten wir dank eines kulanten Verhandlungspartners einem Leser viel Geld sparen helfen. Die Firma Fertigbau Haas verzichtete auf 7360 Euro (von insgesamt 12.360 Euro) an Stornogebühr. Diese war, so wie in der Branche allgemein üblich, verrechnet worden, weil unsere Leser einen Kaufvertrag über ein Haus zwar unterschrieben hatten, dieses dann aber nicht kaufen konnten.
Schlimm traf das Schicksal eine Mutter, die ihr Kind bei einem tragischen Unfall verloren hatte. Sie wurde darauf hin krank und durch eine Reihe von Missverständnissen kam es zu einer Rückforderung von Krankengeld in der Höhe von 1400 Euro durch die der Kärntner GKK. Nach unserer Vermittlung konnte der Streitfall zugunsten der Frau gelöst werden. Statt der geforderten Rückzahlung bekam sie noch 439 Euro nachgezahlt.
Insgesamt haben sich unsere Leser viele Tausend Euro erspart, weil wir auf offene Ohren und Verständnis bei Privaten, Firmen und Behörden gestoßen sind.
Onlinepiraten
Viel Nutzen konnten wir im abgelaufenen Jahr auch mit aufklärenden Berichten und Warnungen stiften. Ein Schwerpunkt dabei waren Betrügereien im Internet, die unseren Lesern das Leben schwer gemacht haben. So praktisch das World Wide Web für Konsumenten inzwischen geworden ist, so zahlreich sind auch die Fallen, die im Netz lauern.
Vor online angebotenen Navigationsgeräten, die gestohlen wurden und dann beim Käufer beschlagnahmt werden, mussten wir warnen; vor angeblich billigen Gebrauchtwagen, die in Wahrheit teure Kaufverpflichtungen sind oder vor billigen Markenprodukten, bei denen es sich um Fälschungen handelt. Dabei verliert der Schnäppchenjäger im Internet nicht nur sein Geld, die Ware wird von der Behörde vernichtet.
Kuriose Fälle
Aber auch über kuriose Begebenheiten konnten wir berichten. Darunter war der Fall einer Mutter, die für ein Weihnachtsgeschenk ihres Sohnes aus Übersee 40 Euro Zoll zahlen musste. Nach einem schriftlichen Antrag bekam sie das Geld wieder zurück.
Ein Trauergedicht, das eine Frau für ihre tote Mutter selbst verfasst hatte, wurde unerlaubt auf einem Online-Portal veröffentlicht und so zum Urheberrechts-Streit. Und ein streitbarer Bürger wollte eine Verwaltungsstrafe partout nicht zahlen, die er aufgebrummt bekommen hatte, weile er seinen Gewerbeschein nicht im Original ans Amt retournierte. Er saß die Strafe lieber ab.
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