Kleine Kollektoren gehen leer aus
Keine Förderungen unter fünf Quadratmetern Fläche.
GRAZ. Für den Südsteirer war es eine unangenehme Überraschung. Er hatte auf sein Haus im Frühjahr Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung montieren lassen und auf eine Förderung des Landes spekuliert. 50 Euro hätte es pro Quadratmeter Fläche aus dem Umweltfonds gegeben. Hätte, denn seit 15. Mai gelten neue Richtlinien. Seither werden nur noch Kollektoren gefördert, deren Arbeitsfläche mindestens fünf Quadratmeter groß ist. Die Anlage des Südsteirers kommt zwar insgesamt auf genau diese Fläche, allerdings inklusive des Rahmens. Zieht man diesen ab, wie es nun vorgesehen ist, bleiben nur noch 4,70 Quadratmeter übrig - zu wenig. "Hätte ich mich vorher bei einem Wahrsager über die neuen Richtlinien informieren sollen?", fragt sich der Mann. Auch die Grüne Ingrid Lechner-Sonnek kritisiert: "Auf diese Weise erreicht man nicht, dass mehr Steirer auf die Kraft der Sonne setzen."
Beim Landesumweltfonds bestätigt man die neuen Förderrichtlinien. "In der alten Richtlinie stand deutlich drinnen, dass sie mit Ende 2009 ausläuft. Das war für jeden klar ersichtlich", sagt Wolfgang Kofler von der Energieberatungsstelle.








