EU verspricht: Autos und Reparaturen billiger
Ab 1. Juni mehr Spielraum für Werkstätten.
BRÜSSEL/GRAZ. Die EU nimmt sich jetzt den Autohandel und die Preise in Werkstätten vor. Treten die neuen Regeln in Kraft, sollen, meint Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, Autos und Reparaturen billiger werden. Klaus Edelsbrunner, Obmann des Gremiums für den Fahrzeughandel, glaubt aber nicht an großartige Verbilligungen.
Für Werkstätten gibt es schon ab 1. Juni, also ab kommendem Dienstag, mehr Freiheiten. So wird es erleichtert, Nachbauteile zu verwenden. Almunia hat errechnet, dass ein Autobesitzer für Wartung und Instandhaltung 40 Prozent der Gesamtausgaben aufwenden muss. Freie Werkstätten sollen nun leichter in Konkurrenz zu den Fachwerkstätten treten können, was, meint Almunia, das Preisniveau allgemein senken sollte. "Der Zugang zum Teilemarkt wird leichter", bestätigt Edelsbrunner. Aber freie Werkstätten müssten Diagnoseprogramme und notwendiges Zubehör für einzelne Marken zukaufen, bei schwierigeren Problemen könnte auch das Know-how fehlen.
Im Autohandel fallen ebenfalls einschränkende Bestimmungen. Die Preise für Neuwagen würden jedoch nicht fallen, meint Edelsbrunner, die Preise seien bereits so tief, dass die Händler kaum Deckungsbeiträge erzielten. HELLFRIED SEMLER








