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Zuletzt aktualisiert: 18.01.2010 um 12:16 UhrKommentare

Vom Regen in die Traufe

Wer sich mit einer Versicherung anlegt, sollte sich das vorher gut überlegen: Nach Klage drehte diese den Spieß um und forderte 5330 Euro Regress.

Foto © AP

Eine fehlende Versicherung und eine für den konkreten Fall falsche haben unseren Leser aus dem Drautal eine schöne Stange Geld gekostet. Am Anfang der unglaublichen Geschichte stand ein Sturm. Dieser tobte in der Nacht des 22. Jänner 2008, riss das eiserne Gartentor des Mannes auf und sein Nachbar, der mit dem Auto gerade daher kam, krachte dagegen.

Den Schaden am Fahrzeug, rund 5300 Euro zahlte die Uniqa, die Kaskoversicherung des Autofahrers; auf den Reparaturkosten für das ebenfalls lädierte Einfahrtstor, rund 400 Euro, drohte der Hauseigentümer aber sitzen zu bleiben. Vielleicht falsch beraten und wohl auch wegen der trügerischen Sicherheit einer Rechtsschutzversicherung klagte der Mann die Summe ein.

Den Spieß umgedreht

Im Verfahren stellte ein Sachverständiger jedoch fest, dass den Autofahrer kein Verschulden trifft. Die Forderung unseres Lesers wurde abgewiesen, dieser musste die Prozesskosten bezahlen und kam schließlich endgültig vom Regen in die Traufe, als die Versicherung nun den Spieß umdrehte, die Schuld für den Unfall dem Haus- und Torbesitzer anlastete und von ihm die bereits bezahlten Reparaturkosten für das Autor zurückforderte.

Jetzt war das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Rechtsschutzversicherung nutzte nichts mehr. "Diese ist für passive Schadenersatzprozesse nicht zuständig", erläuterte der Klagenfurter Versicherungsexperte Reinhard Jesenitschnig und fügte an: "Wichtig wäre eine Haftpflichtversicherung für das Grundstück gewesen. Diese hätte sich mit der Forderung der Uniqa befasst und entweder gezahlt oder, wenn sie von einem mangelnden Verschulden des Grundbesitzers ausgegangen wäre, den Abwehrprozess geführt und das Prozessrisiko getragen."

Ersparnisse weg

"Mein Pech war, dass ich damals eine solche Versicherung nicht hatte, ja nicht einmal gewusst habe, dass es eine solche gibt", erklärte unser Leser und bat uns um Intervention. Er habe gedacht, durch die Sturmschaden-Versicherung wäre alles abgedeckt und nun würde er als "kleiner Angestellter" übrig bleiben. Für ihn seien die Ersparnisse von zwei Jahren dahin. Die konnten wir zwar nicht zurückbringen, doch dank der Vermittlung von Experte Jesenitschnig erließ die Uniqa 600 Euro.


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