Alte Schulden wurden zur drückenden Last
Pensionistin konnte Raten für Matratzen nicht zahlen. Schuld betrug schon 2473 Euro. Nun wurden als Abschlagszahlung 200 Euro akzeptiert.
Verzweifelt wandte sich kürzlich eine Pensionistin an uns und klagte ihr Leid. Hinten und vorn reiche das Geld nicht der kleinen Pension. Und vor acht Jahren habe sie sich bei einer Werbefahrt breitschlagen lassen und ein Matratzen-Set um damals noch knapp 30.000 Schilling bestellt. Die ausgemachten Raten für die gelieferte Ware konnte die Frau in all den Jahren aber nicht regelmäßig bezahlen.
Gebühren und Zinsen. Immer, wenn ein wenig Geld übrig blieb, überwies die Frau kleine Summen, so hat sie immerhin 900 Euro im Lauf der Zeit abgestottert. Weil sie aber über Jahre hinweg wieder überhaupt nichts zahlen konnte, ist eine hohe Summe an Gebühren und Zinsen zusammengekommen. Allein die verrechneten Zinsen für die Jahre 2000 bis 2008 betrugen 1794 Euro. Der noch aushaftende Betrag belief sich zuletzt auf 2473 Euro; das waren um rund 300 Euro mehr, als ursprünglich für die Matratzen zu zahlen gewesen wäre.
Erdrückend. Nun forderte ein Inkassobüro aus Salzburg eben 2473 Euro von der Pensionistin und diese empfand den angewachsenen Schuldenberg als zunehmend erdrückende Last. Mit der Bitte, ihr dabei zu helfen, sie von dieser Belastung zu befreien, wandte sich die Frau also an die Ombudsmann-Redaktion.
Abschlagzahlung. Wir schilderten dem Inkassobüro die verzweifelte Lage der Frau und baten um größtmögliche Kulanz. Doch das erste Angebot, mit einer Abschlagszahlung von 1000 Euro wäre der Fall erledigt, führte nicht zum Ziel. Die Pensionistin konnte auch diese Summe nicht aufbringen. Also bettelten wir weiter und waren erfolgreich. Das Inkassobüro drückte nach Rücksprache mit dem Gläubiger beide Augen zu und akzeptierte eine Abschlagzahlung von 200 Euro. Danke!
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Tipps zur Ratenzahlung
- Vergleichen Sie die Angebote!
- Welche Finanzierung ist am besten geeignet? Bevor Sie eine Teilzahlung unterschreiben, holen Sie Alternativangebote für einen Kredit von Ihrer Hausbank ein.
- Fragen Sie immer nach der Gesamtbelastung: Das ist die Summe aller zu zahlenden Raten.
- Lassen Sie sich nicht von Null-Prozent-Finanzierungen blenden – oft stecken hohe Bearbeitungsgebühren dahinter.
- Prüfen Sie genau, ob Sie sich die vereinbarten Raten auch wirklich leisten können. Denn sonst wird es durch Mahnspesen und Zinsen noch teurer.








