Routenplaner: Nepp im Netz
Achtung: Gratis Routenplaner können Fallen sein!
Urlauber ohne eigene Navigationsgeräte nutzen immer häufiger Routenplaner im Internet. Viele Homepages von Unternehmen (siehe unter web.de) und die Autofahrerklubs (ÖAMTC, nur für Mitglieder und Arbö) bieten dieses praktische Service kostenlos an. Neben dem genauen Streckenverlauf mit den Optionen schnellste oder kürzeste Route erhält man dabei auch Informationen über die Kosten und Übernachtungsmöglichkeiten und kann sich Karten ausdrucken. Die Berechnung der Treibstoffkosten ist nach Eingabe der aktuellen Spritpreise möglich.
Scheinbare "Gratisanbieter". Immer wieder tauchen im Netz aber auch scheinbare "Gratisanbieter" auf. Vor allem über die bekannten Suchmaschinen und Werbefenster geraten Konsumenten auf Internetseiten, die mittels Anmeldefenster Routenplaner anbieten. Was anfänglich kostenlos erscheint, entpuppt sich später als kostenpflichtiges Abo. Wer in die Falle tappt, wird mittels Mahnschreiben von Inkassobüros und Rechtsanwälten zur Zahlung von bis zu 100 Euro gedrängt.
Musterbrief. Dutzende Betroffene melden sich jeden Monat bei Konsumentenschützern und in der Ombudsmann-Redaktion und wissen nicht, wie sie sich verhalten und ob sie zahlen sollen. Neben einer ausführlichen Information zu dieser Problematik stellen wir unseren Lesern einen Musterbrief der Arbeiterkammer zur Verfügung, in dem alle bekannten Einwendungsgründe gegen ungerechtfertigte Forderungen angeführt sind.
Verstoß gegen das Konsumentengesetz. Im Wesentlichen sind das Irreführung und ein Verstoß gegen das österreichische Konsumentenschutzgesetz, weil ein automatischer Übergang von einer Probephase in einen entgeltlichen Vertrag ungesetzlich ist. Aber sogar mit Bezahlung der gewünschten Summe kann man sich oft nicht "freikaufen". Klagsdrohungen und Forderungen gehen weiter.
Keine persönlichen Dateneinaben. Die Konsumentenschützer der AK warnen: "Wenn auf solchen Internetseiten Name, Geburtsdatum, Alter, E-Mail-Adresse etc. abgefragt werden, dient das lediglich dazu, Forderungen gegen Sie geltend zu machen." Wirkliche "Gratisroutenplaner" funktionieren ohne persönliche Dateneingaben!








