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    Zuletzt aktualisiert: 07.07.2008 um 12:56 UhrKommentare

    Täter hat sein Faustrecht durchgesetzt

    Durch Faustschlag wurde jungem Mann die Nase gebrochen. Der Täter wurde verurteilt und müsste 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Bekommen hat das Opfer aber nichts.

    Jürgen Lasinger ist ein anständiger, ordentlicher Bürger. Vor rund zwei Jahren hat der technische Angestellte mit Freunden "ein auswärtiges Lokal" besucht und erhielt als Unbeteiligter ("Es wurde festgestellt, dass ich nicht provoziert habe und völlig unschuldig bin") einen wuchtigen Faustschlag ins Gesicht. Dabei wurde dem jungen Mann das Nasenbein gebrochen und sein Vertrauen in den Rechtsstaat ziemlich erschüttert.

    Eigenrecherche. Der Gewalttäter konnte ausgeforscht werden. "Aber erst, nachdem ich selbst zu recherchieren begann und den Täter auf Fotos wiedererkannte, die auf der Homepage des Lokals veröffentlicht waren", erzählt Lasinger. Bei einem Prozess wurde der Schläger auch zur Zahlung von 500 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Auf dieses wartet Lasinger heute noch. "Es scheint so, als wäre keine öffentliche Stelle dafür verantwortlich, dass ich zu meinem Recht komme. Was habe ich von einer Verurteilung, wenn der Täter die Konsequenzen nicht trägt?", fragt sich das Opfer.

    Exekutionsantrag gestellt. Weil der Täter nicht arbeitet, ist bei ihm nichts zu holen. Als Lasinger einige Zeit nach der Tat beim Bezirksgericht nachfragte, was mit seiner Entschädigung wäre, und einen Exekutionsantrag stellte, kostete ihn das 50 Euro. Als er die bis dato vergebliche Pfändung neuerlich anstoßen wollte, musste er eine Bearbeitungsgebühr von sechs Euro entrichten. Die letzte Entwicklung: Der Täter sitzt in Haft. "Das Gericht hat mir mitgeteilt, dass wieder nichts wird aus meinem Schmerzensgeld", berichtet Lasinger empört: "Ich fühle mich gefrotzelt. Das Gericht tut nicht wirklich etwas. Ich kann selbst meinem Geld nachlaufen."

    Kritik. "Die Ausgaben, die der Staat durch das Verfahren hat, holt er sich vom Täter, für das Opfer bleibt nichts", kritisiert Udo Jesionek, Präsident des Opfer-Hilfe-Vereins "Weißer Ring". Jesionek meint, der Staat sollte nicht regressieren, wenn es zum Nachteil des Opfers ist. "Wir fordern ein Entschädigungsvorschussgesetz. Wenn der Richter dem Opfer etwas zuspricht, soll der Staat zuerst zahlen und dann das Geld beim Täter holen", so Jesionek. OPFERHILFE


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    • Unter der Telefonnummer 0810 955 065 bekommen Opfer von Verbrechen rasche und unbürokratische Hilfe.
    • Der Weiße Ring ist eine private, politisch unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft.
    • Den Opfern wird kostenlos geholfen. Sie erhalten rechtliche Beratung, Begleitung bei Gericht und Betreuungsgespräche mit Therapeuten.
    • Für bedürftige Opfer ist auch eine finanzielle Hilfe möglich.

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