Neues iPad: Apple lädt heute in den Kreißsaal
Im Kampf um die Vorreiterschaft am weltweiten Tablet-Markt sichert sich Apple heute Abend wieder eine gute Ausgangsposition: Der Computergigant stellt am Dienstag in San Francisco die neue iPad-Generation vor. Fraglich ist nur, ob Steve Jobs mit dabei ist.

Foto © APDie iPad-Familie bekommt Zuwachs
Apple hat mit seinem iPad faktisch einen neuen Markt geschaffen. Nun tritt der Computerkonzern mit der zweiten Generation des Tablet-Computers an, um den Vorsprung zu sichern. Bei einem Marktpotenzial von 30 Millionen Tablets in diesem Jahr dürfte den Kaliforniern ein fetter Batzen sicher sein. Das sieggewohnte Unternehmen hat jedoch inzwischen ein anderes Problem: Bei der Vorstellung des neuen iPads am Mittwoch richten sich alle Augen darauf, ob Mitgründer und Ideengeber Steve Jobs trotz seiner krankheitsbedingten Auszeit auf die Bühne in San Francisco tritt.
Spekulationen über die Gesundheit von Jobs
Normalerweise lässt es sich der charismatische Jobs nicht nehmen, große Produktneuerungen selbst mit Witz und Esprit vorzuführen. Doch Jobs fällt binnen weniger Jahre bereits zum dritten Mal wegen Krankheit aus und hat sich im vergangenen Monat eine Pause vom operativen Tagesgeschäft genommen. Apple äußert sich nicht zu Jobs Gesundheitszustand und hat damit die Spekulationen über seine wichtigste Führungskraft nur noch angeheizt.
Das neue Modell soll nach unter Experten und Bloggern kursierenden Informationen dünner, schneller und zudem mit der lange erwarteten Kamera ausgestattet sein. Unbestritten führen die Amerikaner das Geschäft mit Kleincomputern an, einer Gerätegruppe zwischen Laptops und Smartphones. Apple bringt bereits sein zweites Modell auf den Markt, wo Konkurrenten wie Motorola oder Research in Motion noch am ersten Gerät basteln. Während die Rivalen gerade mal ihre Startlöcher im Tablet-Rennen aufsuchen, erfüllt der Marktführer seinen Kunden bereits die nächsten Wünsche.
Höhere Leistungsfähigkeit und niedriger Preis?
Wie das erste iPad soll der Nachfolger einen Zehn-Zoll-Bildschirm haben. Die neue Kamera soll den Informationen zufolge Videochats ermöglichen. Kreisen zufolge sind die Kamera-Bauteile-Hersteller Genius Electronic Optical und Largan Precision neue Lieferverträge mit Apple eingegangen. Von der ersten Generation verkaufte Apple seit vergangenem April 15 Mio. Stück - drei oder viermal so viel wie erwartet. Allein dieses Produkt hat neun Mrd. Dollar zum Jahresumsatz beigetragen. Der Aktienkurs des Konzerns steigt und steigt und steigt - allein in diesem Jahr bereits wieder um 8,5 Prozent.
Konzernchef Jobs war bisher der Garant für den Apple-Aufschwung. Nun stellt sich die Frage, ob diese Rolle auch ein anderer übernehmen kann. Wer also tritt auf die Bühne? Viele Experten wetten auf Tim Cook, den fürs Tagesgeschäft zuständigen Spitzenmanager und Thronanwärter. Oder Marketing-Chef Phil Schiller übernimmt die Präsentation.













-Anzeigen