Googles Antwort auf das iPad: Honeycomb
Mit dem neuen Betriebssystem "Honeycomb" startet Google auch auf dem Tablet-Markt eine Attacke gegen Apple.

Foto © Reuters
Es ist ein Angriff auf breiter Front in einer Schlacht auf hohem Niveau. Google gegen Apple, sowohl am Markt für Smartphone als auch am noch wenig gesättigten Markt für Tablet-Computer kämpfen die Multimedia-Giganten um Marktanteile. Seit dieser Woche ist Google dort endgültig angekommen. Das hauseigene Betriebssystem Android soll nun auch die flachen Tablet-Computer erobern, ein Marktsegment, das bisher ganz klar von Apples iPad dominiert wurde. Noch in der ersten Februar-Hälfte soll die zweite Version des iPad vorgestellt werden, in der Gerüchteküche wird derzeit der 9. Februar als wahrscheinlichstes Datum gehandelt. Eine regelrechte Flut an Neupräsentationen wird für den Mobile World Congress in Barcelona erwartet. Zwischen 14. und 17. Februar werden u. a. von Sony, Samsung, HP und HTC Tablet-Produkte erwartet.
Bis auf HP setzen alle diese Hersteller auf das Google-Betriebssystem Android 3.0, genannt "Honeycomb", also Bienenwabe. Erste Einblicke liefert Motorola mit seinem Xoom-Tablet.
Die Macht der Vielfalt
Am jungen Tablet-Markt sind die Marktanteile noch nicht einzementiert, das zeigen die jüngsten Daten von Strategy Analytics. Noch im vierten Quartal des Vorjahres lag der Marktanteil von Apple bei sagenhaften 95,5 Prozent, mittlerweile sind es 75,3 Prozent. Da Google eine ganze Reihe von Herstellern mit Android ausstattet, wird es zu weiteren Verschiebungen kommen.
Wie schnell das gehen kann, zeigt sich bei Multimedia-Handys, vulgo Smartphones. Im Mobilfunkbereich war über Jahre Nokia mit seinem Betriebssystem "Symbian" die Nummer eins. Im vierten Quartal 2010 hat sich das geändert, Google erreichte mit Android einen Marktanteil von 32,9 Prozent und stürzte Nokia mit 30,6 Prozent vom Thron. Zum Vergleich: Laut den Analysten von Canalys lag der Anteil von Google vor einem Jahr noch bei 8,7 Prozent, wohingegen 44 von 100 Handys weltweit von Nokia ausgestattet wurden.
Google visiert aber auch das lukrative Geschäft mit Miniprogrammen (Apps) an. Der eigene Softwareladen wird ausgebaut, um Apple auch auf dieser Front zuzusetzen.











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