Akkus in allen Lebenslagen
In unserer technisierten Welt finden sich immer mehr Geräte, die unabhängig vom Stromnetz sein sollen: Handys, Notebooks, Tablett-PCs, Digitalkameras usw. Mittlerweile reichen die Batterieleistungen auch aus, um Stunden oder sogar Tage zu arbeiten ohne auf eine Steckdose angewiesen zu sein. Erfahren Sie mehr, wie Sie mit der richtigen Akkupflege noch länger auskommen können.

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Kauft man sich ein hoch technologisiertes Gerät, findet man meist mehr als eine Seite in der Gebrauchsanweisung, wie man denn einen Akku richtig aufladen soll. Doch wie funktioniert so ein Akku? Jeder Akku hat eine beschränkte Lebensdauer, d.h. irgendwann ist er defekt. Defekt bedeutet, er kann keinen Strom oder nicht die volle Leistung mehr speichern und diesen somit auch nicht mehr wiedergeben.
Diesen Effekt nennt man Memory-Effekt. Dies hat folgenden Grund: Der Akku merkt sich, wie sehr Sie ihn aufladen. Wenn Sie z.B. immer nur halb voll laden, dann glaubt der Akku irgendwann, mehr werden Sie nie brauchen. Und ab dann können Sie den Akku auch nicht mehr ganz aufladen, sondern eben nur halb. Dasselbe passiert beim Entladen: Wenn Sie den Akku immer nur bis zur Hälfte entladen, wird er sich mit der Hälfte an Power versorgen, weil dies ja ausreicht. Wenn ein Akku also nicht immer ganz geladen und entladen wird, wird er schlechter! Arbeiten Sie also immer so lange, bis das Gerät Sie auffordert, eine externe Stromquelle zum Laden anzuschließen.
Eine häufig gestellte Frage ist die Zahl der Aufladungen. Das Altern können Sie nicht vermeiden, bestenfalls verzögern. Wie lange der Akku Ihres Gerätes die Leistung behält, hängt unter anderem von der Zahl der Lade-/Entladezyklen und der Betriebstemperatur ab. Leider ist der Memory-Effekt nicht der einzige Grund, warum Akkus defekt werden: Bei allen Akkus ist auch die Anzahl der Ladezyklen relevant. Grob gesagt: Je öfters Sie einen Akku aufladen, desto schneller geht er kaputt.
Auch sollten Sie den Akku aus Ihrem Gerät entfernen, wenn man eine externe Stromversorgung verwendet. Somit sparen Sie wertvolle Betriebsstunden. Allerdings wird ein Akku, wenn er lange nicht mehr verwendet wird, ebenfalls schlechter! Falls er dann einmal wirklich gebraucht wird, kann das auch ein Reinfall werden. Also durchaus auch regelmäßig verwenden.
Nach 2-5 Jahren ist fast jeder Akku defekt. Für die meisten Markengeräte gibt es Ersatzakkus vom Hersteller, meist auch günstigere Nachbauakkus. Bei günstigen Geräten stellt sich vor einer solchen Investition die berechtigte Frage, ob es neue, bessere und auch billigere Geräte gibt, die man stattdessen kauft. Sollten Sie Ihr Gerät nicht mehr benötigen, so bedenken Sie: technische Geräte nicht auf den Hausmüll!
Für die Praxis gelten folgende Faustregeln:
- Vor dem ersten Verwenden den Akku ganz aufladen
- Wenn der Akku voll ist, verwendet man ihn solange, bis er leer ist
- Akkus nicht im prallen Sonnenlicht oder bei starker Kälteeinwirkung laden
- Bei längerem Arbeiten am Stromnetz (außer der Akku muss gleichzeitig geladen werden) entfernen Sie den Akku












