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Zuletzt aktualisiert: 06.03.2012 um 11:31 UhrKommentare

Neue Betrugswelle durch "Polizei-Virus"

Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugswelle durch vermeintlich gesperrte Computersysteme. Zuletzt wurde eine 29-jährige Obersteirerin Opfer des so genannten "Polizei-Virus“.

Foto © Erwin Scheriau

Die Obersteirerin hatte ein Anschreiben mit dem Logo der österreichischen Polizei erhalten, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihr Computer gesperrt worden sei, weil sie gegen rechtliche Sachverhalte verstoßen hätte. Wenn sie 100 Euro überweist, würde ihr Computer wieder entsperrt werden, so war in dem Schreiben weiters zu lesen.

Dabei handelt es sich um einen Virus, den bereits seit längerem bekannten "Polizei-Virus“, der vorgibt, von der Bundespolizei und dem Bundeskriminalamt zu stammen. Daneben kursiert Schadsoftware, die als Warnmeldung eines namhaften Softwareherstellers auftritt oder vorgibt, auf dem Computer illegal heruntergeladene Musikstücke gefunden zu haben. Ziel dieser Attacken ist es, den Benutzer dazu zu bringen, Geldbeträge via einschlägigen Zahlungsmethoden, z. B. Paysafe oder Kreditkarten zu überweisen, um die gesperrten Systeme oder Bereiche wieder freizuschalten.

Verdächtige Mails löschen

Die Polizei rät, keine Zahlungen durchzuführen. Weder eine Behörde, sei es Polizei, Justiz oder Finanz, noch ein seriöses Unternehmen fordert auf diese Weise Zahlungen ein. Auch wenn das betreffende System freigeschalten wird, kann es jederzeit wieder zu einer Sperre kommen, wenn keine Bereinigung der Schadsoftware durchgeführt wird. Zu diesem Zweck finden sich im Internet zahlreiche hilfreiche Seiten, die es auch ungeübten Computer-Benutzern möglich machen sollten, die Schadsoftware ohne Verlust der eigentlichen Benutzerdaten und Neuinstallation des Betriebssystems zu entfernen.

Zum Schutz vor einem Befall mit dieser Schadsoftware rät die Polizei, Systemupdates durchzuführen, Firewall und Virenschutz zu installieren und aktuell zu halten, Programmupdates von einschlägigen Programmen wie Adobe Flash Player und Java durchzuführen und verdächtige oder unbekannte Mails zu löschen ohne zuvor darin enthaltene Links anzuklicken oder Anlagen zu öffnen.

Trick auch in Salzburg

Mit Appellen an das schlechte Gewissen vieler Salzburger, gepaart mit einem offiziellen Logo der Polizei, versuchen Internetbetrüger zu Zeit in Salzburg Geld zu machen. Wie Polizeisprecher Anton Schentz am Dienstag im APA-Gespräch erläuterte, fordern die Betrüger ihre Opfer auf, sogenannte Pay-Safe-Cards für 100 Euro zu kaufen und die Codes einzugeben. Gleichzeitig verweisen die Betrüger auf vermeintlich illegale Handlungen wie etwa das Surfen auf verbotenen Internetseiten und legen dabei viele private PCs lahm, sagte Schentz.


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fitampc_digi111108.jpg | Foto: KLZ Digital

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