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Zuletzt aktualisiert: 29.11.2007 um 16:55 Uhr

"aber hallo": Rewe stellt Handy, Festnetz und Internet ins Regal

Der Handelskonzern Rewe Austria steigt ins Telekomgeschäft ein und bietet ab Anfang kommenden Jahres in den rund 1.650 Filialen von Billa, Merkur und Bipa diverse Mobilfunk-, Festnetz- und Internetprodukte an.

Foto © APA

"Das war ein logischer Schritt, weil wir mit Alltagsprodukten handeln und das Handy eine immer zentralere Rolle in unserem täglichen Leben einnimmt", erklärte Frank Hensel, Vorstand der Rewe Group Austria, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, in Wien.

"aber hallo". Unter der Eigenmarke "aber hallo" werden künftig die Produkte aller österreichischen Mobilfunker und die Festnetz- und Internetangebote von Telekom Austria und Tele2 vertrieben. Der Telekom- und Internetanbieter UPC ist derzeit nicht an Bord, Gespräche seien aber im laufen. Mit Jänner 2008 wird in den Merkur-Märkten gestartet, bis Mitte des Jahres sollen auch alle Billa- und Bipa-Filialen adaptiert sein. Bei Penny sind die Produkte nicht erhältlich. Den Mobilfunk-Diskonter Yesss!, der mit Hofer eine Exklusivvereinbarung hat, und die Billigmarke "bob" der Mobilkom Austria, die unter anderem über Spar vertrieben wird, hat Rewe nicht im Programm.

Fakten

Billa, Merkur, Bipa und Pennymarkt, sowie der zum Einstieg geplante Adeg zählen zur Rewe-Gruppe.

Handy-Zukunft. In rund 350 großen Filialen soll ein Shop-in-Shop-System mit geschulten Verkaufsberatern integriert werden, die kleineren fungieren eher als Abholpunkte. Hier werden nach Bestellung im Call Center Übergabe und Bezahlung abgewickelt. Spezielle Module - etwa Verkaufspulte und Vitrinen - können an die räumlichen Möglichkeiten angepasst werden. Im Endausbau sollen 400 bis 500 Vertriebsmitarbeiter bei Rewe im Einsatz sein. Vorstellbar sei auch, dass künftig Produktinfos über scannerfähige Handys abgerufen werden oder das Kundenbindungsprogramm auf das Mobiltelefon wandert, so Hensel.

Hohe Ziele. Kooperiert wird bei "aber hallo" mit der Firma Top-Link, die für die Implementierung und den Betrieb verantwortlich ist. "Wir steigen in das Geschäft ein, obwohl der Hype angeblich vorbei ist. Allerdings gibt es immer noch viel Bewegung am Telekommarkt", gab sich Friedrich Radinger, Geschäftsführender Gesellschafter von Top-Link, überzeugt. Mehr als zwei Millionen Österreicher würden pro Jahr ihren Handybetreiber wechseln oder den bestehenden Vertrag verlängern. Hier könnten die Nahversorger durch die Nähe zum Kunden punkten. Innerhalb der nächsten drei Jahre will Ex-T-Mobile-Austira-Chef Radinger auf einen Anteil von 25 Prozent am Retail-Markt kommen. Die Vertriebsprovisionen werden nach einem bestimmten Schlüssel zwischen Rewe und Top-Link geteilt


Der Ablauf

Im Supermarkt wählt der Kunde ein Produkt und füllt das Anmeldeformular aus. Während des Einkaufs scannt der Berater die Dokumente und schickt sie online an das Back Office. Dort werden Bonitätsüberprüfung und die Anmeldung beim Netzbetreiber durchgeführt. Der Kunde kann anschließend direkt an der Supermarkt-Kasse bezahlen.

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Service

Objektive und betreiberunabhängige Beratung soll ein eigenes Call Center, über das auch ein Großteil der administrativen Aufgaben abgewickelt wird, sicherstellen.

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Wünsche erfüllen

"Bei uns gibt es auch Prada-Handys und wenn jemand wirklich einen Blackberry will, werden wir versuchen, einen anzubieten, sagte Radinger.

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