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    Zuletzt aktualisiert: 08.10.2007 um 14:38 Uhr

    47.000 Südkoreaner besitzen jeweils 14 Handys

    Südkorea gilt weltweit als Vorzeigeland bei der Nutzung von mobilen Services am Handy. Dafür werden 60.000 Fälle von Anmeldung mit falscher ID pro Jahr gemeldet.

    Ohne Lichtbildausweis und Bonitätsprüfung gibt es keinen Mobilfunkvertrag

    Foto © ReutersOhne Lichtbildausweis und Bonitätsprüfung gibt es keinen Mobilfunkvertrag

    Innovative Datendienste werden von den Koreanern ebenso gerne angenommen wie mobiles Fernsehen. Laut einem Regierungsbericht besitzen 47.000 Personen mehr als vier Geräte, berichtet die Korea Times. Laut dem koreanischen Regierungsmitglied Kim Tae-Hwan sind 647.000 Handys auf 0,1 Prozent der Bevölkerung aufgeteilt. Damit haben diese Personen im Durchschnitt 14 Geräte.

    Kriminell. Die meisten Kunden, die mehrere Telefone besitzen, haben sich diese zwar aus geschäftlichen Gründen angeschafft. Dennoch gibt es darunter auch Betrüger, die das Gerät in krimineller Absicht kaufen würden, führt Kim aus. Aus einem Regierungsbericht geht hervor, dass innerhalb des vergangenen Jahres über 60.000 Fälle von Anmeldungen mit falschen Identitätsangaben der Polizei gemeldet wurden.

    Elftes Handy kostet extra. Kim fordert die Mobilfunkbetreiber daher auf, strengere Überprüfungen der Käufer einzuleiten. Der koreanische Betreiber SK Telekom gibt an, dass 29.000 seiner Kunden mehr als vier Telefonnummern besitzen. Ab dem Kauf des elften Handys kassiert das Unternehmen eine Anzahlung von umgerechnet 150 Euro, um sich gegen Betrug abzusichern.

    Realere Zahlen. In Österreich liegt die Penetrationsrate im Mobilfunkbereich laut Daten der RTR für das erste Quartal 2007 bereits bei 112 Prozent. Insgesamt wurden hierzulande im den Zeitraum 9,3 Millionen Mobiltelefonanschlüsse genutzt, wobei 3,8 Millionen davon Wertkartenanschlüsse sind. In Deutschland wurden 2006 laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien für 100 Personen 104 Anschlüsse gezählt.

    Brave Österreicher. Probleme mit falschen Identitätsangaben gäbe es in Österreich nicht. Bei der Anmeldung eines Vertrages müsse sich der Kunde durch einen Lichtbildausweis, beispielsweise dem Reisepass ausweisen. Zudem werde die Bonität des künftigen Kunden geprüft, heißt es beim Mobilfunker T-Mobile auf Anfrage von pressetext. Ein Sonderfall ist jedoch der Wertkartenanschluss. Hier müssen keine Angaben zur Person gemacht werden, das Guthaben wird dafür eben im Vorhinein aufgeladen.

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