Heftige Proteste gegen Datenklau im StudiVZ
Studenten steigen auf die digitalen Barrikaden.

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Sie war 2007 im deutschsprachigen Raum die erfolgreichste Internet-Seite bei Jugendlichen: das Online-Netzwerk "StudiVZ". Für Studenten zum virtuellen Austausch gegründet, katapultierte sie sich in zwei Jahren von null auf Platz eins, mit bis dato vier Millionen Mitgliedern vor allem in Deutschland und Österreich. Doch ab dem 9. Jänner könnten es um viele Tausende weniger sein. Wer bis dahin den neuen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht zustimmt, fliegt raus. Und die neuen AGB haben es in sich. Mit Passagen, die den Betreibern gezielte Datenauswertung für personalisierte Werbung ermöglicht. Um auch monetären Nutzen aus den vielen Nutzern zu schlagen.
Protestwelle.
Nun ist es kein Geheimnis, dass StudiVZ-Mitglieder auf der Plattform durchaus offenherzig mit eigenen Daten und Partyfotos umgehen, doch in den letzten Wochen ist es unter ihnen zu einer großen Protestwelle gegen die neuen AGB gekommen.
AGB-Neufassung?
Auf ihren Profilen und in Gruppen wie "Neue StudiVZ AGB - ich bin dann mal weg" kündigten Tausende an, nicht zuzustimmen. Viele löschten private Daten und Nachnamen. Damit erreichten sie, dass die Betreiber nun mit Datenschützern um eine AGB-Neufassung ringen.
Features
StudiVZ
Im Oktober 2005 gründeten der Schweizer Student Ehssan Dariani (26) und der Berliner Dennis Bemmann (28)
www.studivz.net
Als Vorbild diente ihnen das US-Netzwerk
facebook.com
2007 kaufte der deutsche Holtzbrinck-Verlag (u. a. Die Zeit) das Portal um 85 Mio. Euro.
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Nutzer
Derzeit zählt die Seite vier Millionen registrierte Nutzer. Die Hälfte davon nutzt sie täglich. Viele sind jedoch keine Studenten. Allein die StudiVZ-Interessengruppe "Pssst, ich bin kein Student" hat über 64.000 Mitglieder.










