Schneller, besser & bunter: Die IFA 2007
Ob Fernsehen, HiFi oder Computer – bei der Funkausstellung in Berlin werden derzeit in allen Bereichen neue Trends gesetzt. Die Unterhaltungselektronik boomt wie selten zuvor.

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Die mageren Jahre der Unterhaltungselektronik sind vorbei und das merkt man heuer bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Nicht nur wegen der guten Konjunktur ist die Branche zuversichtlich.
Die Nummer 1
140.000 Besucher
und 1212 Aussteller machen die
IFA zur welt-
größten Messe für
Unterhaltungselektronik.
Nahe an der Perkektion. Lange Zeit konnte man guten Gewissens nur Enthusiasten zum Kauf eines Flachfernsehers raten. Perfekt ist die Technik zwar noch nicht – aber so nahe dran, dass man auch ohne dicke Brieftasche sicher zugreifen kann. Und die Kunden tun es: Im ersten Halbjahr gingen in Österreich 183.000 LCD- und Plasma-Schirme über den Ladentisch. Das sind doppelt so viele wie zwischen Jänner und Juni 2006 – auch ohne Fußball-Großereignis.
Euro-Plasma & Co.
Die Euro 2008 und
Olympia werfen ihre Schatten voraus:
Die Prognosen zeigen steil
nach oben, alleine im zweiten
Halbjahr werden rund 300.000
Österreicher ihre Wohn- gegen
eine Bildwand tauschen.
Auf der IFA zeigen derzeit 1200
Hersteller, wie sie sich die Zukunft
vorstellen. Die Messe gibt
die Trends vor: Bessere Fernsehbilder,
gelungenere Schnappschüsse,
voller Sound aus allen
Kanälen und dem Web – natürlich
alles in High Definition und mit
Computer-Anbindung.
Gefeiert werden auch Jubiläen:
So wurde vor 40 Jahren in
Deutschland auf der IFA mit dem
Farbfernsehen begonnen. 75 Jahre
ist es her, dass Blaupunkt sein
erstes Autoradio der staunenden
Öffentlichkeit präsentieterte.
Kabelsalat
Zur Vernetzung der unzähligen Geräte auf dem Gelände wurden 1500 Kilomter Kabel verlegt. Dies entspreche der Entfernung Berlin-Rom.
Die TV-Bremse.
Weitere Themen sind Interaktivität, Vernetzung, Mobilität und
Internetfernsehen. Die IFA will das gesamte Spektrum der digitalen
Unterhaltung präsentieren. Ziel ist es, auf diese Weise ihre Rolle
als internationale Leitmesse der Consumer Electronics zu festigen.
Die Veranstalter bedauern, dass die öffentlich-rechtlichen Sender
ihre Programme erst 2010 im hochauflösendem Format ausstrahlen
wollen. Natürlich wünsche man sich einen früheren Start, erklärte
IFA-Veranstalter Rainer Hecker. "Dies würde die Nachfrage und
Marktentwicklung natürlich enorm steigern."
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Kurios
Sie hat einen unverschämt guten Klang, ist aber eigentlich unbezahlbar: Auf IFA gibt es wieder die "teuerste Musik- und Heimkinoanlage der Welt" zu bestaunen und zu hören. Preis: 600.000 Euro.
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Reizüberflutung ist auf der IFA garantiertFoto © APA
Die Größe macht´s
Der durchschnittliche Fernseher ist schon heute fünf Zoll (13 Zentimeter) größer als noch vor einem Jahr. Die meistgekauften Geräte haben zurzeit eine Diagonale von 32 oder 37 Zoll (81 oder 94 Zentimeter).
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Popstar Pink eröffnete die MesseFoto © AP
Für´s "Börserl"
Sah es vor einigen Jahren noch so aus, dass sich die Heimunterhaltung in viele einzelne Geräte aufsplittert - Fernseher, DVD-Rekorder, Receiver, Surround-Decoder - geht der Trend jetzt wieder auch zu Geräten, die möglichst viel in einem Gehäuse vereinen.













