Wetterfester Roboter soll am Bau arbeiten
Japanisches Unternehmen entwickelte einen höchst anspruchslosen Arbeiter, der schon ab 2010 auf Baustellen schuften könnte. Er kann mit dem Schraubenzieher umgehen und nach dem schweren Arbeitstag unter die Dusche.

Foto © HerstellerDieser hübsche Kerl hört auf den klingenden Namen "HRP-3 Promet Mk-II"
Eine Arbeitskraft, die ohne Murren bei jedem Wetter draußen schuftet - diesem Ziel ist ein japanisches Unternehmen mit der Entwicklung eines neuen Roboters näher gekommen, der in spätestens drei Jahren auf Baustellen eingesetzt werden soll. Der Kawanda-Konzern schickte bei einer Präsentation am Mittwoch seinen Roboter HRP-3 Promet Mk-II über rutschigen und sandigen Untergrund.
Schraubenzieher - kein Problem. Mühelos überstand der 1,60 Meter große, 68 Kilo schwere Roboter auch einen weiteren Test, bei dem er seinen Arm unter eine Dusche halten musste. Seinen Gleichgewichtssinn stellte er unter Beweis, als er sich mit dem linken Arm abstützte, während er mit der rechten Greifhand einen Schraubenzieher benutzte.
Gegen Vergreisung. Mit HRP-3 Promet Mk-II sei es gelungen, einen Roboter zu entwickeln, der auch mit den widrigsten Umweltbedingungen zurecht komme, erklärte der Konzern. Angesichts der zunehmenden Vergreisung der japanischen Gesellschaft müssten möglichst rasch Roboter entwickelt werden, die auf möglichst vielen Gebieten die menschliche Arbeitskraft ersetzen können.
95.000 Euro. Gleichzeitig helfe der neue Roboter, die Kosten am Bau weiter zu senken. Er soll nach Unternehmensangaben spätestens 2010 zu einem Preis von umgerechnet rund 95.000 Euro auf den Markt kommen. Im Gegenzug muss er nicht mehr für Überstunden, Nachtschichten oder Feiertage bezahlt werden.










