Neues Fernsehzeitalter macht auch vor dem Handy nicht halt
Steirisches Unternehmen ist an der Umsetzung von digitalem Fernsehen am Handy (DVB-H) maßgeblich beteiligt. Testbetrieb läuft schon, es kann allerdings noch dauern, bis die Masse fit für die neue Technologie ist.

Foto © Nokia
Der Normalbürger muss sich erst einmal auf das digital terrestrische Fernsehen (DVB-T) einstellen. Die Abschaltung der analogen Frequenzen läuft auf Hochtouren. In Kärnten und der Steiermark soll es spätestens Ende September so weit sein.
Testlauf. Unterdessen wird aber bereits - das Kürzel-Dickicht wird noch verwirrender - am so genannten DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds), kurz Fernsehen fürs Handy, gearbeitet. An der Umsetzung ist das Grazer Forschungszentrum evolaris maßgeblich beteiligt. Derzeit läuft in Wien ein Testlauf, der in knapp zwei Wochen abgeschlossen sein wird. Was fehlt noch zur Eroberung des Massenmarkts?
Gemeinsames Modell gesucht. "Technisch gesehen nicht viel. Die Infrastruktur lässt sich schnell bereit stellen", sagt evolaris-Chef Otto Petrovic. Derzeit gehe es darum, dass sich die TV-Stationen, hier vor allem der ORF und die Mobilfunkbetreiber, über ein Geschäftsmodell einigen.
Masse? "Es müssen Inhalte sein, die in fünf Minuten konsumierbar sind. Der Nutzer muss die Möglichkeit haben, etwa bei kurzen Soap-Operas mitzubestimmen, wie die Handlung weitergehen soll", so Petrovic. Er glaubt, dass man etwa in zwei Jahren eine kritische Masse an Nutzern erreichen könnte.
MANFRED NEUPER










