Microsoft will Millionen von Afrikanern mit Computern ausstatten
Eine Milliarde gebrauchter Computer soll nicht einfach weggeworfen werden. Ausgediente PCs sollen stattdessen mit Firmensoftware aufgemöbelt werden, die auch in afrikanischen Sprachen angeboten werden kann.

Foto © APADer erste IBM-PC von vor 25 Jahren wird wohl nicht dabei sein
Der US-Softwarekonzern Microsoft will Millionen Afrikaner mit gebrauchten Computern ausstatten, auf denen die Programme der Firma laufen sollen. "Bis 2010 werden eine Milliarde gebrauchter Computer auf der ganzen Welt anfallen, und Afrika könnte mehr als die Hälfte davon nutzen", sagte am Montag der Microsoft-Chef für Afrika, Cheick Modibo Diarra, in der Wirtschaftsmetropole Abidjan in der Elfenbeinküste.
Geschenke? Zusammen mit der UNO wolle Microsoft kleine und mittlere Unternehmen in Afrika beauftragen, diese Computer zu recyceln und mit der Software von Microsoft auszustatten. Dies werde die Schaffung von Arbeitsplätzen begünstigen, sagte Diarra weiter. Ob die so aufgemöbelten Computer verschenkt oder verkauft werden sollen, sagte er allerdings nicht.
Information soll durchdringen. Microsoft werde seine Software auch in afrikanischen Sprachen anbieten, kündigte der Präsident von Microsoft International an, Jean-Philippe Courtois. Er ist zuständig für alle Regionen außer Nordamerika. Vier von fünf Afrikanern könnten weder lesen noch schreiben, weder auf Englisch noch auf Französisch. "Aber sie haben das Recht auf Zugang zur Informationstechnologie und darauf, sie zu nutzen."










