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Zuletzt aktualisiert: 11.06.2007 um 11:25 Uhr

Virtuelle Puppen machen Barbie Konkurrenz

Spielen mit echten Puppen hat bald ausgedient: Immer mehr kleine Mädchen sind in den USA bereits lieber im Internet unterwegs und kleiden dort virtuelle Spielzeuge an und nehmen so auch Kontakt mit Freundinnen auf.

Natürlich ganz in Pink: Das "Puppenimperium"

Foto © cartoondollemporium.comNatürlich ganz in Pink: Das "Puppenimperium"

Virtuelle Welten werden zunehmend auch für ganz junge Nutzer zum beliebtesten Zeitvertreib. In den USA boomen derzeit besonders Webseiten, auf denen vornehmlich Mädchen virtuelle Puppen einkleiden und Kontakt zu ihren Freundinnen aufnehmen können. Die Puppen-Welten im Internet machen klassischen Spielsachen wie der berühmten Barbie ordentlich Konkurrenz. Das Online-Spielen auf Portalen wie Club Penguin, Cartoon Doll Emporium oder Stardoll scheint andere, reale Freizeitaktivitäten für die Mädchen im Grundschulalter deutlich in den Hintergrund zu drängen, berichtet die New York Times.

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Foto © stardolls.com

Foto vergrößernVerlockung: "Lass uns einkaufen gehen"Foto © stardolls.com

Billiger als Barbie. Ein nicht unwesentlicher Punkt, der für die Webseiten-Püppchen spricht, sind die Kosten. Denn die meisten Plattformen sind werbefinanziert und bieten ihre Inhalte gratis an, während eine neue "echte" Puppe immer auch eine Geldfrage ist - besonders aus Sicht der Kinder. Im Prinzip funktionieren die Puppen-Seiten wie die typischen Networkingseiten MySpace oder Facebook. Sie sind eben nur speziell auf ganz junge Nutzer ausgerichtet, die teilweise ihre allerersten Erfahrungen im Internet sammeln. Obwohl es auch Kritik am Boom der virtuellen Freizeitbeschäftigung gibt, nehmen die entsprechenden Portale sowohl an Zahl als auch an Popularität kräftig zu.

20 Millionen dabei. Laut Erhebungen von Hitwise - erfasst wurde eine Gruppe von sieben verschiedenen Kinderseiten - hat der Traffic im vergangenen Jahr um 68 Prozent zugenommen. Untersuchungen von Gartner zeigen, dass virtuelle Welten bereits rund 20 Millionen Nutzer erreichen, wobei besonders die Angebote für Kinder und Jugendliche ein enormes Wachstum verzeichnen. Der Großteil der Webseiten achtet darauf, für das junge Publikum auch möglichst sicher zu sein. Club Penguin zum Beispiel benutzt leistungsstarke Filtersysteme, die die Kinder darauf beschränken, sich untereinander auszutauschen. Es sei nahezu unmöglich, private Informationen wie Telefonnummern oder Wohnort herauszufinden, sagt Club Penguin-Chefin Lane Merrifield.

Barbie muss mitziehen. Um den Trend zu virtuellen Puppen kommt selbst die lang bewährte Barbie nicht herum. Der Hersteller Mattel hat mittlerweile auch ein eigenes Internetangebot für die berühmte Puppe eingerichtet. Unter BarbieGirls.com können virtuelle Versionen der Barbie an- und umgezogen werden. Trotz aller Euphorie für die Klein-Mädchen-Onlineparadiese warnen Soziologen auch davor, dass die Kinder in diesem sehr jungen Alter zu viel Zeit in der Virtualität verbringen. Für diese Altersgruppen seien die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt noch sehr fließend und schwieriger zu unterscheiden als für Teenager oder Erwachsene.


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Barbie gibt es auch schon virtuellFoto © barbiegirls.com

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