Apple startet Verkauf von ungeschützter Musik und Uni-Material
Apple und EMI machen Versprechen war: Ab sofort sind vorerst einzelne Titel und Alben weltweit verfügbar. Ungeschützte Musikdateien bieten höhere Audioqualität, kosten aber auch mehr.

Foto © APDRM-freie Musik jetzt auf iTunes
Apple hat den Verkauf von Musikdateien ohne Kopierschutz über seinen Online-Store "iTunes" gestartet. Musik aus dem EMI-Katalog von Frank Sinatra bis Pink Floyd kann ab sofort weltweit ohne "DRM"-Schutz (Digital Rights Management) heruntergeladen werden, hieß es am Mittwoch in einer Ankündigung. Die ungeschützten Musikdateien ("iTunes Plus") bieten eine höhere Audioqualität (AAC-Dateien mit 256 kbps) und kosten mehr (1,29 Euro pro Song).
Fakten
Das neue EMI-Angebot soll nicht nur beim Kauf neuer Titel zum Tragen kommen. Apple will seinen Kunden auch anbieten, bereits gekaufte Musik nachträglich über den entsprechenden Aufpreis upgraden zu lassen.
Nun kopierbar. Mit der Bekanntgabe, künftig ungeschützte Musikdateien verkaufen zu wollen, hatten EMI und Apple für großes Aufsehen gesorgt. Bisher versuchte sich die Musikindustrie, mit den unterschiedlichsten Kopierschutzsystemen, die die Kopierbarkeit und Abspielbarkeit der Songs durch den Besitzer limitierten, vor unerlaubten Vervielfältigungen zu schützen. Die ungeschützten Musikdateien können nun auf beliebig vielen Playern und CDs abgespielt und kopiert werden.
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Bessere Qualität in den Kult-KopfhörernFoto © AP
Uni-Material. Neben "iTunes Plus" startet auch "iTunes U": In einem eigenen Bereich des Online-Shops werden laut Ankündigung kostenlose Inhalte speziell aus dem Bildungsbereich angeboten werden. Vorlesungen, Sprachkurse, Labordemonstrationen, sportliche Höhepunkte bis hin zu Führungen über das Hochschulgelände werden von den Top US-Colleges und Universitäten - darunter die Stanford University, die UC Berkeley, die Duke University und das MIT - zur Verfügung gestellt, hieß es in der Ankündigung.
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Fakten
EMI ist der einzige Industriegigant, der Steve Jobs' Aufruf nach DRM-freier Musik bisher gefolgt ist. Die anderen drei großen - Universal, Sony/BMG und Warner - wollen von derartigen Plänen derzeit nichts wissen.











