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Zuletzt aktualisiert: 12.04.2007 um 16:38 Uhr

Finanzministerium setzt Aktion "Holen Sie sich Ihr Geld zurück" fort

Rund 500.000 unselbstständig Beschäftigte und Pensionisten, die bisher keinen Jahresausgleich machen, können sich kommende Woche an "Service-Tagen" (vom 16. bis 20. April) in allen Finanzämtern informieren.

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Das Finanzministerium setzt die - unter Ex-Minister Karl-Heinz Grasser ins Leben gerufene - Aktion "Holen Sie sich Ihr Geld zurück" fort. Am Donnerstag traten Finanzminister Wilhelm Molterer (V) und Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter (S) in einer Pressekonferenz an, um für die Rückholung zu viel bezahlter Steuern im Wege der Arbeitnehmerveranlagung zu werben. Außerdem unterstrichen sie die Möglichkeit der Steuererklärung via Internetplattform "FinanzOnline".

"Service-Tage". Rund 500.000 unselbstständig Beschäftigte und Pensionisten, die bisher keinen Jahresausgleich machen, können sich kommende Woche an "Service-Tagen" (vom 16. bis 20. April) in allen Finanzämtern informieren. 90 Prozent der Anspruchsberechtigten - das sind 2,4 Millionen Bürger - haben im Jahr 2005 ihre Arbeitnehmerveranlegung eingereicht. In 2,1 Millionen Fällen gab es eine Gutschrift; die Steuerrückzahlungen machten 0,9 Mrd. Euro aus. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Anträge schon beträchtlich - um 25 Prozent - gestiegen, berichtete Molterer.

Steuerrückzahlung. Staatssekretär Matznetter - von Beruf Steuerberater - erläuterte, wann Arbeitnehmer bzw. Pensionisten mit einer Steuerrückzahlung rechnen können: Wenn sich das Gehalt geändert hat, der Arbeitgeber gewechselt wurde, die Beschäftigung nicht das ganze Jahr dauerte und wenn Absetzbeträge (Alleinverdiener, Alleinerzieher, für Unterhaltszahlungen, Mehrkindzuschlag) oder Freibeträge (Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen) geltend gemacht werden können. Die Arbeitnehmerveranlagung muss binnen fünf Jahren - heuer also noch für 2002 - elektronisch über "FinanzOnline", persönlich beim Finanzamt oder per Post abgegeben werden.

Negativsteuer. Die Steuergutschriften sind "zum Teil erheblich", betonte Matznetter. Er forderte vor allem Menschen mit geringem Einkommen auf, den Jahresausgleich zu machen. Denn auch wenn man wegen niedriger Bezüge keine Lohnsteuer zahlt, kann man (nur) auf diesem Weg die Negativsteuer geltend machen. "FinanzOnline" soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden: Noch in dieser Legislaturperiode soll die "vorausgefüllte Steuererklärung" kommen. Außerdem soll "FinanzOnline" künftig allen Steuerzahlern ab 16 Jahren zur Verfügung stehen. Noch heuer wird laut Molterer die e-Bilanz verwirklicht, im nächsten Jahr soll "e-billing" kommen.


Fakten

Der Minister bewarb auch das "FinanzOnline"-Service. Mit der elektro-
nischen Einreichung werde die Verfahrensdauer mas-
siv verkürzt
. Im optimalen Fall dauere es nach der Übermittlung der Daten drei bis vier Tage, bis das Geld am Konto einlangt - während bei der "klassischen" handschriftlichen Einreichung mindestens zwei Wochen vergehen.

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Fakten

"FinanzOnline" erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Ende März 2003 gab es 100.000 Teilnehmer, heuer bereits mehr als 1,100.000 Bürger, die online mit der Finanz kommunzierten. Auch Unternehmer, Wirtschafts-
treibende und Gemeinden bedienen sich zunehmend der elektronischen Übermittlung.

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