Finanzministerium setzt Aktion "Holen Sie sich Ihr Geld zurück" fort
Rund 500.000 unselbstständig Beschäftigte und Pensionisten, die bisher keinen Jahresausgleich machen, können sich kommende Woche an "Service-Tagen" (vom 16. bis 20. April) in allen Finanzämtern informieren.

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Das Finanzministerium setzt die - unter Ex-Minister
Karl-Heinz Grasser ins Leben gerufene - Aktion "Holen Sie sich Ihr
Geld zurück" fort. Am Donnerstag traten Finanzminister Wilhelm
Molterer (V) und Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter (S) in
einer Pressekonferenz an, um für die Rückholung zu viel bezahlter
Steuern im Wege der Arbeitnehmerveranlagung zu werben. Außerdem
unterstrichen sie die Möglichkeit der Steuererklärung via
Internetplattform "FinanzOnline".
"Service-Tage".
Rund 500.000 unselbstständig Beschäftigte und Pensionisten, die
bisher keinen Jahresausgleich machen, können sich kommende Woche an
"Service-Tagen" (vom 16. bis 20. April) in allen Finanzämtern
informieren. 90 Prozent der Anspruchsberechtigten - das sind 2,4
Millionen Bürger - haben im Jahr 2005 ihre Arbeitnehmerveranlegung
eingereicht. In 2,1 Millionen Fällen gab es eine Gutschrift; die
Steuerrückzahlungen machten 0,9 Mrd. Euro aus. In den vergangenen
fünf Jahren ist die Zahl der Anträge schon beträchtlich - um 25
Prozent - gestiegen, berichtete Molterer.
Steuerrückzahlung.
Staatssekretär Matznetter - von Beruf Steuerberater - erläuterte,
wann Arbeitnehmer bzw. Pensionisten mit einer Steuerrückzahlung
rechnen können: Wenn sich das Gehalt geändert hat, der Arbeitgeber
gewechselt wurde, die Beschäftigung nicht das ganze Jahr dauerte und
wenn Absetzbeträge (Alleinverdiener, Alleinerzieher, für
Unterhaltszahlungen, Mehrkindzuschlag) oder Freibeträge
(Sonderausgaben, Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen)
geltend gemacht werden können. Die Arbeitnehmerveranlagung muss
binnen fünf Jahren - heuer also noch für 2002 - elektronisch über
"FinanzOnline", persönlich beim Finanzamt oder per Post abgegeben
werden.
Negativsteuer.
Die Steuergutschriften sind "zum Teil erheblich", betonte
Matznetter. Er forderte vor allem Menschen mit geringem Einkommen
auf, den Jahresausgleich zu machen. Denn auch wenn man wegen
niedriger Bezüge keine Lohnsteuer zahlt, kann man (nur) auf diesem
Weg die Negativsteuer geltend machen.
"FinanzOnline" soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut
werden: Noch in dieser Legislaturperiode soll die "vorausgefüllte
Steuererklärung" kommen. Außerdem soll "FinanzOnline" künftig allen
Steuerzahlern ab 16 Jahren zur Verfügung stehen. Noch heuer wird laut
Molterer die e-Bilanz verwirklicht, im nächsten Jahr soll "e-billing"
kommen.
Features
Fakten
Der Minister bewarb auch das "FinanzOnline"-Service. Mit der elektro-
nischen Einreichung
werde die Verfahrensdauer mas-
siv verkürzt. Im optimalen Fall dauere
es nach der Übermittlung der Daten drei bis vier Tage, bis das Geld
am Konto einlangt - während bei der "klassischen" handschriftlichen
Einreichung mindestens zwei Wochen vergehen.
Fakten
"FinanzOnline" erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Ende März
2003 gab es 100.000 Teilnehmer, heuer bereits mehr als 1,100.000
Bürger, die online mit der Finanz kommunzierten. Auch Unternehmer,
Wirtschafts-
treibende und Gemeinden bedienen sich zunehmend der
elektronischen Übermittlung.












