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Zuletzt aktualisiert: 03.03.2007 um 02:30 Uhr

Weltweiter Handy-Absatz rührte 2006 an Milliardengrenze

Von den Zuwächsen profitierten vor allem Nokia und Motorola, größter Verlierer ist BenQ Mobile.

Nokia ist einer der Gewinner

Foto © HerstellerNokia ist einer der Gewinner

Im vergangenen Jahr sind einer Studie zufolge weltweit nahezu eine Milliarde Handys verkauft worden. Der Absatz von neuen Mobiltelefonen sei 2006 um gut ein Fünftel auf 990 Mio. Stück gestiegen, teilte die Marktforschungsfirma Gartner am Freitag mit. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen, dass die globale Nachfrage etwa im gleichen Ausmaß wächst wie 2006. Die Verkaufszahl dürfte 1,2 Mrd. Stück erreichen.

Hochumkämpfter Markt. "Wir rechnen mit einem weiteren spannenden Jahr für die Mobiltelefonindustrie, da neue Technologien erhältlich werden und neue Anbieter auf den Plan treten. Das dürfte für zusätzliche Schärfe auf dem ohnehin hochumkämpften Markt sorgen", schrieb Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Der US-Computerhersteller Apple will ab Sommer in den USA und später auch in Europa mit seinem neuen Multimedia-Handy iPhone den etablierten Herstellern Konkurrenz machen.

Nokia & Motorola. Von den Zuwächsen im vergangenen Jahr profitierten der Studie zufolge vor allem die beiden weltweit größten Anbieter Nokia und Motorola. Die Finnen verkauften knapp 345 Mio. Apparate und steigerten ihren Marktanteil um gut zwei Prozentpunkte auf 34,8 Prozent. Die amerikanische Konkurrenz setzte gut 209 Mio. Handys ab und weitete ihren Marktanteil auf 21,1 Prozent aus. "Insgesamt konnten die sechs größten Anbieter ihren Marktanteil weiter auf Kosten der kleineren Anbieter erhöhen", hieß es.

BenQ ist Verlierer. Größter Verlierer unter den Anbieter ist nach den Angaben erwartungsgemäß BenQ Mobile. Nach der Pleite der deutschen Tochter im vergangenen Herbst fiel die ehemalige Siemens-Handysparte gemessen an den Absatzzahlen noch weiter zurück und rutschte zum Jahresende unter den größten Herstellern auf Platz neun von zuvor Platz sechs ab.

Beschränkung auf Asien. "Der Taiwaner Mutterkonzern hat angekündigt, sich von Europa abzuwenden und sich auf Asien zu beschränken. Nach der sehr schlechten Öffentlichkeit und auf Grund des extrem scharfen Konkurrenzkampfs auf den Mobiltelefon-Märkten klingt das vernünftig. Wir bleiben jedoch sehr skeptisch, was die Zukunft für BenQ bringen kann", erklärte Gartner-Analystin Carolina Milanesi.


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