Virusautor plant Wiedergutmachung für "Panda-Wurm"
Ein Killerpanda hält China in Atem. Kein echter, zum Glück. Es ist ein Killervirus im Internet, das als Panda verkleidet daherkommt. Millionen Computer sind bereits damit infiziert. Statt der Dateien ist auf dem Bildschirm dann nur noch der Panda zu sehen.

Foto © ReutersSüß, aber gefährlich ... zumindest in virtueller Form
Der chinesische Urheber des ärgerlichen Computervirus will nun selbst ein Programm zur Bekämpfung seines "Panda-Wurms" entwickeln. Die Polizei in der Stadt Xiantao in Zentralchina plant nach Angaben vom Mittwoch, die Software anschließend im Internet zu veröffentlichen. Der Virus hat seit November mehrere Millionen Computer in China infiziert.
Frustrierter Hacker. Am Dienstag gelang es der Polizei, den 25-jährigen Urheber festzunehmen. Als Motiv gab er laut Tageszeitung "Shanghai Daily" an, aus Unzufriedenheit den Virus geschaffen und in Umlauf gebracht zu haben. Er war frustriert, weil seine Bewerbungen bei Internet-Sicherheitsfirmen immer wieder gescheitert waren.
Fakten
Der Panda-Virus ist zusätzlich mit einem Trojaner ausgestattet, der Passwörter stehlen kann.
Panda-Symbole. Bei einem befallenen Computer wird erst der Monitor blau, dann sind nach mehreren Neustarts alle Dateien durch Panda-Symbole ersetzt. Eines der ersten Bilder zeigt einen Panda mit Räucherstäbchen. Deswegen heißt der Wurm auf Chinesisch "Panda verbrennt Räucherstäbchen" (Xiongmao Shaoxiang). Da er in der Lage ist, ständig zu mutieren und damit Virenschutzprogramme zu umgehen, wird der Virus von Computer-Experten als besonders gefährlich eingeschätzt.
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Und so sehen dann die Computersymbole aus
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