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Zuletzt aktualisiert: 21.09.2012 um 11:27 UhrKommentare

Alle wollen das neue iPhone 5 - und zwar sofort

Apple-Fans warteten in langen Schlangen vor Geschäften in Deutschland, Frankreich oder auch Hongkong. In Österreich kommt das Smartphone kommenden Freitag in den Handel.

Ansturm in München

Foto © APAAnsturm in München

Der Verkaufsstart der neuesten Generation des Multimediahandys iPhone hat heute, Freitag, in vielen Ländern für massiven Kundenandrang vor Geschäften des US-Herstellers Apple gesorgt. Auch in Deutschland warteten Käufer in langen Schlangen. Das neue Apple-Telefon ist nun in den USA, Deutschland und sieben weiteren Ländern im Handel erhältlich. In Österreich beginnt der Verkauf des neuen iPhones am Freitag in einer Woche (28. September). Apple-Rivale Samsung kündigte indes an, womöglich seine Patentklagen gegen den US-Konzern auf das neue iPhone-Modell auszuweiten.

Vor der Apple-Filiale in München in der Innenstadt hatte der erste Käufer zwei Tage auf den Verkaufsstart gewartet. Der Kunde hatte seinen Stuhl bereits zur Wochenmitte vor dem Geschäft aufgebaut. Im gesamten Bereich um den Laden in der bayerischen Landeshauptstadt gab es Absperrbänder und Sicherheitspersonal. Mit insgesamt 40 Kräften war eine Sicherheitsfirma im Einsatz.

In Paris startete der Verkauf trotz des Streikaufrufs einer Gewerkschaft, die ein Viertel der knapp 1.500 Apple-Mitarbeiter in Frankreich vertritt. Vor dem Apple-Store nahe der Pariser Oper warteten Menschen in einer mehrere hundert Meter langen Schlange. Es ist eines von zwei Geschäften des Herstellers in der französischen Hauptstadt. Die Gewerkschaft hatte ihren an die Verkäufer gerichteten Streikaufruf mit dem Scheitern von Tarifverhandlungen begründet.

Schwarzmarkthandel in Hongkong

Bevor die Läden in Europa öffneten, war der Verkauf des Gerätes bereits in Australien und in Asien gestartet. Vor dem Geschäft in Hongkong bildete sich eine Art Schwarzmarkt. Kunden verkauften dort ihre Geräte an andere Wartende mit Aufschlägen von über 50 Prozent gegenüber dem normalen Ladenpreis weiter. In Deutschland wie in anderen Ländern nahmen Käufer teils mehr als ein Dutzend Geräte gleichzeitig aus den Apple-Geschäften mit.

Um Mitternacht mitteleuropäischer Zeit (08.00 Uhr Ortszeit) hatte in Australien der Verkauf des neuen Gerätes begonnen. Einige der ersten Kunden hatten vor der Apple-Filiale in Sydney bereits seit Dienstag Schlange gestanden. Einige hundert Passanten bildeten eine Protestgruppe, welche "Exzesse" der Konsumgesellschaft kritisierte.

Schon in den Tagen vor Verkaufsstart war die Nachfrage den Geräten immens. Alleine binnen 24 Stunden nach der Präsentation am Mittwoch vergangener Woche gingen bei Apple mehr als zwei Millionen Vorbestellungen ein. Das neue Modell verfügt über eine schnellere Internetverbindung, ein neues Betriebssystem und einen größeren Bildschirm. Trotzdem wiegt das aus Glas und Aluminium gefertigte Telefon 20 Prozent weniger als das Vorgängermodell. Dank eines leistungsstärkeren Prozessors können Inhalte aus dem Internet nach Unternehmensangaben doppelt so schnell wie bisher heruntergeladen werden.

Apples schärfster Konkurrent Samsung aus Südkorea kündigte an, seine Patentklagen gegen Apple in den USA um das iPhone 5 erweitern zu wollen. "Aber wir können noch nicht sagen, wann", sagte eine Samsung-Sprecherin. Die Entscheidung werde nach eingehender Prüfung des Smartphones fallen. Laut Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap geht es um die LTE-Technik im iPhone 5, die superschnelles Surfen per Mobilfunk ermöglicht. Samsung besitzt Patente auf die Technik. Apple und Samsung tragen ihren Patentstreit in zahlreichen Ländern der Welt aus.


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