Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 09:56 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Obersteirer entwickelten App für Gipfelstürmer 36,6 Millionen für sechs Monate Arbeit Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Multimedia Nächster Artikel Obersteirer entwickelten App für Gipfelstürmer 36,6 Millionen für sechs Monate Arbeit
Zuletzt aktualisiert: 19.09.2012 um 12:01 UhrKommentare

Alles Gute zum Geburtstag, lieber :-)

Doppelpunkt, Klammer, mittig noch ein Strich und fertig ist das einfache, aber wirkungsvolle Kommunikationsmittel :-) Heute vor 30 Jahren erblickte der Smiley das Licht der Welt und trat seinen Siegeszug an.

Foto © Thomas Teufel/Fotolia.com

Es gibt ihn lachend :-) ebenso wie traurig :-( oder zwinkernd ;-) und selbst die Zunge rausstrecken :-P kann er. Am 19. September wird der auf der Seite liegende Smiley 30 Jahre alt. Längst ist die auf jeder gängigen Tastatur zu erzeugende Zeichenfolge rund um den Online-Smiley Bestandteil der Schreibkultur wie etwa in E-Mails, Chats oder SMS.

Professor Scott E. Fahlman als Geburtshelfer

Als Geburtshelfer des Seitwärts-Smileys gilt Professor Scott E. Fahlman. Der Forscher grübelte in einem internen Onlineforum der Carnegie Mellon University aus Pittsburgh am 19. September 1982, wie man Humor im Netz markieren könnte - dort, wo beim rein Schriftlichen nun einmal Mimik, Gestik, Betonung und Stimmlage fehlen. Denn immer wieder kam es dazu, dass die Verfasser von Beiträgen in einem Online-Forum Humor, Ironie oder Sarkasmus einfach nicht erkannten, was die Diskussionen häufig erschwerte.

Also postete Fahlman die wegweisende Idee: "Ich schlage folgende Zeichen-Sequenz für Spaßmacher vor: :-). Lest es seitwärts." Und einen kleinen Seitenhieb auf den Diskussionsverlauf erlaubte er sich auch noch: "Eigentlich wäre es angesichts des aktuellen Trends hier vielleicht zielführender, Dinge zu markieren, die KEINE Witze sind." Dafür schlug er dann :-( als Markierung vor. 30 Jahre ist das her.

Inzwischen sind die Smileys viel mehr als Helfer, die Humor in einem Text kennzeichnen. Längst gibt es auch Rosen @}--->--- oder B-) Sonnenbrillenträger. Weil Emotionen transportiert werden, sprechen Sprachwissenschaftler auch von sogenannten Emoticons - was sich zusammensetzt aus Emotion und dem Wort Icon (englisch für Symbol).

Große Verwandtschaft

Für den Sprachwissenschaftler Professor Peter Schlobinski von der Leibniz Universität Hannover sind derartige Kniffe im Text durchaus clever und bestimmt kein Zeichen für Verfall und Niedergang der Schriftsprache. Beim Austausch von knappem Text per Internet oder SMS sei es von Vorteil oder gar nötig, nonverbale Merkmale gesondert darzustellen, da der Gesprächspartner nun einmal nicht zu sehen ist. Daher hat der Seitwärts-Smiley längst auch Verwandtschaft wie etwa "lol" (laughing out loud, lauthals lachen) oder ko15mispä (komme 15 Minuten später). "Sprachökonomie", nennt Schlobinski das in seinem Buch "Von hdl bis dubidodo - (K)ein Wörterbuch zur SMS", wobei diese Abkürzungen für "hab' dich lieb" und "du bist doch doof" stehen.

So seien die kurzen Texte keineswegs unverständlich oder gar schlecht. Vielmehr spiegelten sie Funktionalität wider, einen "SMS-Stil", wie es Schlobinski nennt. Das ursprüngliche Limit von 160 Zeichen bei Handy-Kurznachrichten habe diesen Trend mit befeuert.

Von Heiko Lossie und Andreas Landwehr/dpa

Vorteilsclub-Gewinnspiel

Narzissen sammeln, anklicken und am Gewinnspiel teilnehmen

Osterei Nr. 1

Apps für alle

Montage

Nach iPhone- und iPad-App steht jetzt die Android-App der Kleinen Zeitung bereit: Für fabelhaft komfortablen Lesespaß, jederzeit und überall.

Apps, Apps, Apps

 




Fotoserien

Digitale Gartenwerkzeuge 

Digitale Gartenwerkzeuge

 

Facebook & Co

Foto: KLZ/rare (Fotolia.com)

Immer vernetzt: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf Facebook und Twitter - werden Sie Fan!

 

Newsletter

 

Fit am PC

Fit am PC

Für alle, die sich Schritt für Schritt den Themen Computer und Internet nähern wollen.

Immer informiert

RSS-Feeds

Immer aktuell: Die wichtigsten News direkt abonnieren.

Mobil informiert

Immer dabei: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf dem Handy.

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang