Internet-User warnen vor Radarfallen
Auf zwei Facebook-Seiten wird gepostet, wo in Kärnten gerade geblitzt wird. Selbst der Polizei gefällt das. Gewarnt wird aber auch vor neuen, fixen Radarkästen und vor Zivilfahrzeugen der Polizei. Es werden Autotypen und Kennzeichen verraten. Von Claudia Beer-Odebrecht.

Foto © Kleine Zeitung/Jürgen Fuchs (Symbolbild)
Vorsicht, Kontrolle! Immer mehr Kärntner Nutzer des sozialen Online-Netzwerks Facebook heften sich an die Fersen der Polizei: Sie warnen sich gegenseitig vor dem Arm des Gesetzes im Straßenverkehr. Auf der Facebook-Seite "Polizeiwarnung Kärnten" posten mittlerweile knapp 6000 User täglich, wo sich die Beamten auf Kärntens Straßen gerade aufhalten und Radarmessungen durchführen. Gewarnt wird aber auch vor neuen, fixen Radarkästen und vor Zivilfahrzeugen der Polizei. Es werden Autotypen und Kennzeichen verraten.
Doppelt hält besser: Auf der Facebook-Seite "Polizeikontrollen Kärnten", die derzeit bei 5529 Fans hält, wird die Polizei ebenfalls überwacht. Gepostet wird hier alles - von Radarmessungen bis zu Moped- und Asfinag-Kontrollen. Auch zum Teil kuriose Bilder von Polizeieinsätzen sind darauf zu finden.
Die Kärntner Verkehrspolizei stört die Online-Überwachung der Facebook-Nutzer nicht. Im Gegenteil. "Im Radio gibt es die Warnungen ja schon länger. Jetzt gibt es sie eben vermehrt im Internet. Das ist eben so", sagt Oberst Adolf Winkler, Leiter der Landesverkehrspolizei. "Das hat ja auch seine Vorteile. Wenn jemand deshalb aufpasst und umsichtiger fährt, dient es der Verkehrssicherheit. Somit ist der Zweck erreicht." Dass sogar die Autokennzeichen von Zivilstreifen verraten werden, stört Winkler auch nicht: "Wir haben viele Wechselkennzeichen."
Während es legal ist, sich im Internet gegenseitig vor Radarfallen zu warnen, ist das auf der Straße nicht erlaubt. Die verbreiteten Warnungen mit der Lichthupe bleiben verboten.










