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Zuletzt aktualisiert: 31.08.2012 um 21:18 UhrKommentare

IFA 2012: Flachmänner mit Super-Auflösung

Trends gegen das Branchenschrumpfen bei der IFA 2012: Handys kontrollieren das Wohnzimmer und Fernseher zeigen mehr Pixel denn je. Von Georg Holzer.

Foto © APA

Was anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA) dieser Tage in Berlin gezeigt wird, soll im Weihnachtsgeschäft gekauft werden. Während die Konsumartikelbranche darüber debattiert, ob Kleinst- oder Großpackungen das passende Rezept gegen die schwindende Kaufkraft in Europa wären, klotzen Elektromultis mit Superlativen und Optimismus - zumindest nach außen hin.

Viele Hersteller leiden unter immer billigeren Fernsehern als Folge eines - vor allem von Samsung getriebenen - Preiskampfs. Dazu kommt ein gesättigter Markt, der keine großen Wachstumsraten mehr zulässt, sowie Produkte, die in immer kürzerer Zeit und größerer Modellvielfalt buchstäblich auf den Markt geworfen werden. Philips gab im Vorjahr klein bei und verkaufte seine TV-Sparte an TP Vision. Sony hofft, sich mit Sparprogrammen sowie 10.000 Kündigungen wieder in die schwarzen Zahlen retten zu können.

Schickere Geräte ohne sichtbaren Rand sollen ebenso zu Ersatzkäufen motivieren wie das Schlagwort "4k". Damit sind Fernseher gemeint, die mit 3840 x 2160 Bildpunkten die vierfache Pixelzahl von Full-HD aufweisen. Das wäre zwar zukunftssicher, aber mit Filmen oder gar TV-Sendern in dieser Qualität ist frühestens in einigen Jahren zu rechnen.

Weniger Superlative, dafür mehr Optimismus gibt es bei Computerherstellern. Sie versprechen sich einiges von dem im Oktober erscheinenden Betriebssystem Windows 8. Vor allem der vom iPad fast monopolhaft dominierte Tabletmarkt könnte damit in Bewegung geraten.

Wer nicht mit Apple konkurrieren kann, der kooperiert. Musiksysteme ohne Apples AirPlay-Technik sind absolute Seltenheit. Solche Lautsprecher verzichten weitgehend auf Bedienelemente und werden stattdessen drahtlos per Smartphone-App mit Internetradios, MP3-Dateien oder Musikdiensten bespielt.

Die kleinen Handy-Programme sind nicht nur Fernbedienungen in Wohnzimmern, sondern steuern auch Fotoapparate oder gar Waschmaschinen. Als Basis dafür kommt in fast allen Fällen Android zum Einsatz, das Google eigentlich als Betriebssystem für Smartphones entwickelt hat.

GEORG HOLZER

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